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Ukraine: Russische truppenverluste seit beginn der invasion übersteigen 1,26 millionen

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Dmitriy Kandinskiy / Shutterstock.com

Unabhängige Analysten schätzen, dass Russland während fast vier Jahren umfassenden Krieges deutlich höhere Verluste erlitten hat als die Ukraine.

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Neue von Kyjiws Militär veröffentlichte Zahlen beziffern Moskaus gesamte Truppenverluste auf mehr als 1,26 Millionen, berichtet The Kyiv Independent.

Zunächst unabhängige Schätzungen

Das Center for Strategic and International Studies schätzt, dass die russischen Verluste die der Ukraine in einem Verhältnis von „etwa 2,5:1 oder 2:1“ übersteigen, heißt es in einem vom Kyiv Independent zitierten Bericht vom Januar 2026.

Demselben Bericht zufolge erlitt die Ukraine zwischen Februar 2022 und Dezember 2025 insgesamt zwischen 500.000 und 600.000 Verluste, darunter zwischen 100.000 und 140.000 Gefallene.

Solche externen Einschätzungen liefern einen Kontext für die konkurrierenden Angaben beider Seiten, da keines der beiden Länder regelmäßig vollständig überprüfbare Gefechtsdaten veröffentlicht.

Kyjiws jüngste Zahlen

Vor diesem Hintergrund erklärte der Generalstab der Ukraine am 27. Februar, Russland habe seit Beginn seiner Invasion am 24. Februar 2022 etwa 1.265.130 Soldaten verloren, berichtete The Kyiv Independent.

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In dem täglichen Lagebericht des Militärs hieß es zudem, in den vergangenen 24 Stunden seien 1.280 russische Verluste verzeichnet worden.

Die Gesamtzahlen umfassen Gefallene, Verwundete oder anderweitig kampfunfähig gewordene Soldaten. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben war nicht möglich.

Abnutzungskrieg

Der Bericht aus Kyjiw unterstreicht den zermürbenden Charakter des Konflikts, der nun in sein viertes Jahr geht, mit anhaltenden Kämpfen entlang mehrerer Frontabschnitte.

Die Ukraine hat ihre eigenen offiziellen Verlustzahlen unter Verweis auf operative Sicherheitsaspekte nicht offengelegt.

Während der Krieg andauert, bleiben Verlustschätzungen von Regierungen und Forschungsinstitutionen einer der wenigen Indikatoren für das Ausmaß der Verluste auf beiden Seiten.

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Quellen: The Kyiv Independent, Center for Strategic and International Studies