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Kleine Unternehmen in Kyjiw kämpfen mit steigenden Kosten, während sich der Krieg hinzieht

Street café Kyiv Ukraine
Chebotaeva Ekaterina / Shutterstock.com

Unternehmer in der ukrainischen Hauptstadt bewegen sich in einer fragilen Wirtschaft, die von Störungen und Unsicherheit geprägt ist. Während der Konflikt andauert, hängt der alltägliche Handel von ständiger Anpassung und Widerstandsfähigkeit ab.

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Kyjiws Straßen wirken lebhafter, da der Winter seinen Griff lockert, doch die Alltagswirtschaft der Stadt wird weiterhin von Luftalarm, Stromausfällen und Preisschocks geprägt.

Für viele kleine Unternehmen besteht die Herausforderung längst nicht mehr nur darin, warm und beleuchtet zu bleiben. Es geht darum, Kunden, Mitarbeiter und Lieferungen in einem vom Krieg verzerrten Markt zu halten.

Der Daily Express berichtet über zwei Geschäftsinhaber, die nur einen kurzen Spaziergang voneinander entfernt arbeiten und beide von einem Kampf berichten, der sich in Generatoren, schrumpfenden Margen und hartnäckiger Entschlossenheit messen lässt.

Geld wird knapper

Der breitere Hintergrund ist düster. Bewertungen der Weltbank und ihrer Partner beziffern den Bedarf der Ukraine für Erholung und Wiederaufbau auf Hunderte Milliarden, während Kyjiw einen großen Teil der staatlichen Ausgaben in die Verteidigung lenkt.

Externe finanzielle Unterstützung hat dazu beigetragen, dass die Regierung funktionsfähig bleibt: Der Internationale Währungsfonds genehmigte 2026 ein Hilfsprogramm in Milliardenhöhe, während auch die Europäische Union langfristige wirtschaftliche Unterstützung zugesagt hat.

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Die Inflation hat sich von früheren Höchstständen abgekühlt, setzt die Haushalte jedoch weiterhin unter Druck. Kleine Unternehmen stellen einen großen Anteil der Beschäftigung in den Städten der Ukraine, wodurch ihr Überleben entscheidend dafür ist, dass die lokalen Wirtschaften während des Krieges funktionieren.

Kaffee und Bewältigung

In einem bescheidenen Nachbarschaftscafé erklärte der Manager Vova der britischen Zeitung, dass die Kunden selbst bei kleinen Genüssen vorsichtiger geworden sind.

„Heutzutage versucht jeder, Geld zu sparen“, sagte er. „Die Preise steigen weiter, aber die Gehälter bleiben gleich.“

Anstatt die Preise zu erhöhen, suchte das Café nach günstigeren Lieferanten und begann, Gebäck von Menschen zu kaufen, die zu Hause backen, nachdem sie ihre Arbeit verloren hatten.

Den Betrieb des Cafés aufrechtzuerhalten bedeutet nun längere Arbeitszeiten und häufige Kontrollen des Generators während Stromausfällen, die durch Angriffe auf das Stromnetz verursacht werden.

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Reparaturen und Entschlossenheit

Ein paar Straßen weiter betreibt Oleksandr weiterhin ein Geschäft für Handyreparaturen, das er durch Jahre geführt hat, die zwischen Frieden und Krieg lagen, berichtete der Daily Express.

Er sagt, dass höhere Importpreise für Ersatzteile und eine schwächere Nachfrage der Verbraucher bedeuten, dass die Geschäftsplanung selten über die nächsten Wochen hinausreicht.

Die Bewohner seines Gebäudes legten außerdem Geld zusammen, um einen gemeinsamen Generator zu kaufen, damit Geschäfte und Wohnungen während Stromausfällen weiter funktionieren konnten.

Trotz der Unsicherheit bleibt er trotzig. „Wir werden nicht aufgeben – nicht so bald.“

Quellen: Daily Express,

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