Die Rekrutierungsbemühungen haben sich zunehmend über Russlands Grenzen hinaus ausgeweitet.
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Während Russlands Krieg in der Ukraine in ein weiteres Jahr geht, sucht der Kreml nach Wegen, die Truppenstärke auf dem Schlachtfeld aufrechtzuerhalten.
Ausländische Freiwillige und Söldner sind zu einem wachsenden Teil von Moskaus Militärstrategie geworden, da die Regierung versucht, genügend Personal für den Konflikt zu sichern.
Neues Gesetz unterzeichnet
Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein Gesetz unterzeichnet, das die Auslieferung von Ausländern und staatenlosen Personen verbietet, die unter Vertrag in der russischen Armee dienen.
Die Gesetzgebung verhindert, dass solche Kämpfer an andere Länder übergeben werden, um dort strafrechtlich verfolgt zu werden oder Haftstrafen zu verbüßen.
Laut dem Dokument gilt dieser Schutz für Personen, die während ihres Dienstes in den russischen Streitkräften an Kampfeinsätzen teilgenommen haben.
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Rekrutierung im Ausland
Die russische Staatsduma verabschiedete das Gesetz am 26. Februar, während der Föderationsrat es am 4. März billigte.
Die Maßnahme schützt ausländische Staatsbürger, die für Russland in der Ukraine kämpfen, effektiv vor Auslieferung, obwohl die Teilnahme an ausländischen Kriegen in vielen Ländern illegal ist.
Ausländische Staatsbürger dürfen seit November 2022 Verträge mit dem russischen Verteidigungsministerium unterzeichnen. Staatenlose Personen erhielten diese Möglichkeit im Juli 2024.
Anreize durch Staatsbürgerschaft
Russland hat außerdem das Verfahren für ausländische Kämpfer zur Erlangung der russischen Staatsbürgerschaft vereinfacht.
Seit Januar 2024 können ausländische Soldaten und ihre Familien russische Pässe über ein beschleunigtes Verfahren beantragen, bei dem Sprachprüfungen und die übliche fünfjährige Aufenthaltsdauer entfallen.
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Sogar Dokumente, die eine Entlassung aus der Armee oder eine medizinische Ausmusterung bestätigen, können nun als Grundlage für einen Antrag auf Staatsbürgerschaft dienen, sofern die Person im Krieg gekämpft hat.
Tausende rekrutiert
Es gibt keine offiziellen Zahlen über die Anzahl der ausländischen Staatsangehörigen, die in Russlands Militär dienen.
Nach Schätzungen der USA kämpften bis Herbst 2025 bis zu 5.000 kubanische Staatsbürger für Russland.
Das Recherchemedium Important Stories berichtete, dass zwischen April 2023 und Mai 2024 mehr als 1.500 Ausländer aus 49 Ländern Verträge unterzeichneten, darunter Rekruten aus Nepal, China, Indien und Usbekistan.
Die Zeitung The Telegraph berichtete, dass Russland bis Ende 2025 rund 18.000 Menschen aus 128 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika rekrutiert habe, von denen mindestens 3.300 getötet worden sein sollen.
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Quellen: Digi24, The Telegraph, Important Stories