In Anbetracht dessen, wie sehr russische Luftverteidigungssysteme mit ukrainischen Drohnen und derzeitigen Raketen zu kämpfen haben, könnte die FP-7 verheerend sein.
Gerade lesen andere
Ein ukrainisches Verteidigungstechnologieunternehmen bereitet die Tests einer neuen ballistischen Rakete vor, die dafür ausgelegt ist, Ziele weit entfernt vom Schlachtfeld zu treffen. Ingenieure sagen, dass das System nach monatelanger Entwicklung kurz vor der Fertigstellung steht.
Sollte das Projekt erfolgreich sein, könnte die Rakete die im Inland entwickelten Fähigkeiten der Ukraine zu Langstreckenangriffen erweitern.
In einem Interview mit Army TV am 9. März sagte Denys Shtilerman, Chefdesigner und Mitgründer des Verteidigungsunternehmens Fire Point, dass das Unternehmen plant, im Frühsommer 2026 mit Flugtests der neuen ballistischen Rakete FP-9 zu beginnen.
Shtilerman erklärte, das Entwicklungsteam befinde sich in den abschließenden Arbeiten am Triebwerk der Rakete, das zu den letzten Komponenten gehört, die fertiggestellt werden müssen, bevor das System in reale Tests übergehen kann.
Entwicklung nähert sich dem Abschluss
Die FP-9 ist darauf ausgelegt, eine Reichweite von etwa 855 Kilometern zu erreichen und während des Flugs Geschwindigkeiten von rund 2.200 Metern pro Sekunde zu erzielen.
Lesen Sie auch
In Kilometern pro Stunde entspricht dies etwa 7.920 (4.920 Meilen pro Stunde).
Ingenieure sagen, dass die Rakete auf eine Höhe von bis zu 70 Kilometern steigen kann, während sie einen Gefechtskopf mit einem Gewicht von bis zu 800 Kilogramm trägt.
Mit einer geschätzten Treffgenauigkeit von etwa 20 Metern soll das System große strategische Ziele tief hinter den feindlichen Linien bekämpfen.
Kann ein Loch in die russische Luftverteidigung schlagen
Ballistische Raketen sind dadurch definiert, dass sie einer ballistischen Flugbahn folgen. Das bedeutet, dass sie zunächst hoch in die Atmosphäre steigen, bevor sie mit hoher Geschwindigkeit auf ihr Ziel hinabstürzen.
Die größten Typen ballistischer Raketen sind in der Lage, einen vollständigen Orbitalflug durchzuführen, dabei die Erdatmosphäre zu verlassen und anschließend die Schwerkraft zu nutzen, um enorme Geschwindigkeiten zu erreichen.
Lesen Sie auch
Ballistische Raketen sind äußerst schwer abzufangen, da sie in Höhen fliegen, die außerhalb der Reichweite konventioneller Luftverteidigungssysteme liegen, bevor sie beim Anflug auf ihr Ziel hyperschallartige Geschwindigkeiten erreichen. Dadurch bleibt zwischen Entdeckung und Aktivierung der Luftabwehr nur ein sehr kurzes Zeitfenster.
Die Ukraine richtet seit mehr als einem Jahr erheblichen Schaden auf russischem Territorium an, wobei Drohnen und andere Raketentypen mehrere hochwertige Ziele tief innerhalb Russlands zerstört haben.
Da die von der Ukraine bislang eingesetzten Waffen deutlich langsamer sind als eine ballistische Rakete, könnte die FP-7, sobald sie einsatzbereit ist, leicht ein raketengroßes Loch in die russische Luftverteidigung schlagen.
Quellen: Army TV