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Lawrow lehnt jegliche Friedenslösung ab – selbst wenn sie Russland das gewünschte Territorium verschafft

Sergei Lavrov
lev radin / Shutterstock.com

Der russische Außenminister behauptet weiterhin, dass die „Wurzel allen Übels“ des Krieges beseitigt werden müsse.

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Der Kreml signalisiert weiterhin, dass er nicht bereit ist, seine Haltung zur Beendigung des Krieges in der Ukraine zu lockern, selbst wenn Kiew erhebliche Gebietsverluste akzeptiert, wie das Institute for the Study of War (ISW) feststellt.

Neue Äußerungen aus Moskau deuten darauf hin, dass die Kernforderungen trotz laufender diplomatischer Bemühungen unverändert bleiben.

„Wurzel allen Übels“

Laut ISW sagte der russische Außenminister Sergei Lawrow am 16. März, dass Moskau keinem Friedensabkommen zustimmen werde, solange nicht alle seine Bedingungen erfüllt seien.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem kenianischen Premierminister und Außenminister Musalia Mudavadi wies Lawrow die Vorstellung zurück, dass territoriale Zugeständnisse allein den Konflikt beenden könnten.

Er erklärte, selbst wenn die Ukraine die „Realitäten vor Ort“ anerkennen und die Kontrolle über die Donbass-Region aufgeben würde, würde Russland sich dennoch weigern, seine Militäroffensive zu stoppen.

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Lawrow argumentierte, dass die derzeitige Führung der Ukraine weiterhin von zentraler Bedeutung für den Konflikt sei, und bezeichnete die demokratisch gewählte Regierung als die „Wurzel allen Übels“ des Krieges.

Russlands Forderungen

ISW merkt an, dass Moskau wiederholt weitreichende Bedingungen für eine Einigung formuliert hat. Dazu gehören Beschränkungen der NATO-Erweiterung, die Durchsetzung der ukrainischen Neutralität sowie das, was es als „Entmilitarisierung“ und „Entnazifizierung“ bezeichnet.

Diese Bedingungen wurden weithin so interpretiert, dass sie von der Ukraine verlangen, ihre militärischen Fähigkeiten zu schwächen und ihre Regierung durch eine mit russischen Interessen übereinstimmende Regierung zu ersetzen.

Laut ISW deuten Lawrows jüngste Kommentare darauf hin, dass der Kreml diese Ziele weiterhin kompromisslos verfolgt, selbst während die Verhandlungen unter Beteiligung der Vereinigten Staaten und der Ukraine andauern.

Streit um Friedenssicherung

Lawrow kritisierte auch die Idee, dass europäische Friedenstruppen nach dem Krieg in der Ukraine operieren sollten.

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Er bezeichnete solche Truppen als „Besatzungstruppen“, selbst wenn sie mit Zustimmung Kiews stationiert würden.

Seine Äußerungen deuten darauf hin, dass Russland die Legitimität der ukrainischen Autorität über Gebiete ablehnt, in denen ausländische Truppen ohne Moskaus Zustimmung stationiert werden könnten.

ISW schätzt ein, dass diese Darstellung einen umfassenderen Versuch des Kremls widerspiegelt, seinen Einfluss auf ukrainisches Territorium über die derzeit von ihm kontrollierten Gebiete hinaus geltend zu machen.

Quellen: Institute for the Study of War, Erklärungen von der Pressekonferenz des russischen Außenministeriums

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