Indien hat mit dem begonnen, was Behörden als die größte jemals durchgeführte Volkszählung bezeichnen, da aktuelle Daten über die bevölkerungsreichste Nation der Welt erhoben werden sollen.
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Die Initiative spiegelt sowohl das rasante Bevölkerungswachstum des Landes als auch den zunehmenden Bedarf an detaillierten demografischen Daten wider.
Die landesweite Erhebung, über die Dr News unter Berufung auf AP und BBC berichtete, wird rund drei Millionen Beamte einbeziehen und voraussichtlich etwa ein Jahr dauern.
Indien führte zuletzt 2011 eine Volkszählung durch, als die Bevölkerung bei 1,21 Milliarden lag.
Bevölkerungswachstum
Seitdem ist die Bevölkerung des Landes erheblich gewachsen.
Schätzungen, die von Dr News zitiert werden, zufolge hat Indien inzwischen deutlich über 1,4 Milliarden Einwohner und überholte 2023 China als bevölkerungsreichstes Land der Welt.
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Dieser Wandel wurde teilweise durch höhere Geburtenraten im Vergleich zu China vorangetrieben, wo das Bevölkerungswachstum stark zurückgegangen ist.
Digitaler Wandel
Die neue Volkszählung wird in zwei Phasen durchgeführt und erstmals digitale Werkzeuge einbeziehen.
Laut Dr News konzentriert sich die erste Phase auf Wohnverhältnisse, wobei Beamte Haushalte besuchen, um Lebensbedingungen und den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen zu erfassen.
Die Bewohner werden zu einer Vielzahl von Themen befragt, darunter Details zum Alltag und zum Zugang zu Technologie.
Ein Online-System in 16 Sprachen wird es den Menschen zudem ermöglichen, ihre Angaben selbst zu übermitteln.
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Zweite Phase
Die zweite Phase, die bis ins nächste Jahr hinein andauern soll, wird detailliertere Daten zu wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen erfassen.
Nach Angaben von Dr News werden Millionen von Beschäftigten im öffentlichen Dienst, darunter Lehrer und Beamte, an der Datenerhebung beteiligt sein.
Die Volkszählung wird auch Daten zur sozialen Schicht enthalten, ein sensibles und viel diskutiertes Thema in Indien.
Anhaltende Debatte
Befürworter argumentieren, dass solche Daten dazu beitragen können, Sozialpolitik zu verbessern und Unterstützung gezielter an benachteiligte Gruppen zu richten.
Kritiker hingegen sagen, dass die Erhebung klassenbezogener Daten bestehende soziale Spaltungen verstärken könnte.
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Laut Dr News warnen einige Analysten, dass dies Ungleichheiten vertiefen statt verringern könnte.
Die Ergebnisse der Volkszählung dürften eine wichtige Rolle bei der Gestaltung zukünftiger politischer Entscheidungen im Land spielen.
Quellen: Dr News, AP, BBC