Startseite Nachrichten Pilot, der beschuldigt wird, chinesisches Militär ausgebildet zu haben, verliert...

Pilot, der beschuldigt wird, chinesisches Militär ausgebildet zu haben, verliert Rechtsstreit

USA soldier
Pavel Mikheyev / Shutterstock.com

Ein langwieriger Rechtsstreit um eine Auslieferung hat in Australien eine weitere Wendung genommen. Ein ehemaliger US-Marinepilot, dem vorgeworfen wird, chinesische Militärpiloten ausgebildet zu haben, ist mit seinem jüngsten Versuch gescheitert, seine Auslieferung in die Vereinigten Staaten zu verhindern.

Laut CBS News hat ein australisches Gericht die Berufung von Daniel Duggan gegen seine Auslieferung abgewiesen und damit den Weg für die Fortsetzung des Verfahrens freigemacht.

Gerichtsurteil

Der Richter des Bundesgerichts, James Stellios, wies Duggans Anfechtung zurück und stellte fest, dass es keinen rechtlichen Fehler in der früheren Entscheidung zur Genehmigung seiner Auslieferung gebe.

Diese ursprüngliche Anordnung war 2024 vom damaligen Generalstaatsanwalt Mark Dreyfus erlassen worden.

Das Urteil bedeutet, dass Duggan in Australien in Haft bleibt, während die Vorbereitungen für seine Überstellung in die USA fortgesetzt werden.

Reaktion der Familie

Duggans Ehefrau, Saffrine Duggan, sagte, die Familie sei enttäuscht und werde weitere rechtliche Schritte prüfen.

„Wir sind sehr enttäuscht über dieses Urteil und werden unsere Optionen sorgfältig prüfen. Aber eines ist sicher: Wir werden nicht aufgeben“, sagte sie.

„Heute beendet nicht unsere Suche nach Gerechtigkeit.“

Vorwürfe erläutert

US-Staatsanwälte werfen Duggan vor, chinesische Militärpiloten ohne die erforderliche Genehmigung ausgebildet zu haben.

Die Vorwürfe beziehen sich auf Tätigkeiten aus den frühen 2010er-Jahren, als er mit einer Flugausbildungsakademie in Südafrika verbunden war.

Laut Anklageschrift wird ihm zudem vorgeworfen, Zahlungen und Reiseleistungen im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Tätigkeit erhalten zu haben.

Duggans Verteidigung

Duggan weist die Anschuldigungen zurück und argumentiert, sie seien politisch motiviert und er werde unfair behandelt.

Sein Anwaltsteam bemüht sich zudem um ein Eingreifen der derzeitigen australischen Generalstaatsanwältin Michelle Rowland, um die Auslieferung zu stoppen.

Ihr Büro teilte nach dem Urteil mit, dass Duggan in Haft bleiben werde, bis er an die US-Behörden überstellt wird.

Hintergrund des Falls

Der ehemalige Pilot, ursprünglich aus Boston, diente mehr als ein Jahrzehnt im US-Marinekorps, bevor er 2002 nach Australien zog.

Später wurde er australischer Staatsbürger und legte seine US-Staatsbürgerschaft ab.

Duggan wurde 2022 nahe seinem Wohnort in New South Wales festgenommen und befindet sich seither in einem Hochsicherheitsgefängnis.

Quellen: CBS News