Die Ukraine stört weiterhin die russische Befehlsführung und Logistik.
Der Krieg in der Ukraine wird hauptsächlich am Boden und in der Luft geführt, doch auch das Meer spielt eine bedeutende Rolle.
Zunächst wird die russische Schattenflotte vom Kreml genutzt, um große Mengen Öl und Gas zu exportieren und so die russische Kriegskasse zu füllen, doch auch die russische Marine ist in den Krieg verwickelt.
Wir alle erinnern uns an den Beginn des Krieges, als ein ukrainischer Soldat einem russischen Kriegsschiff sagte, es solle „zum Teufel fahren“, doch die russische Marine wird auch eingesetzt, um Raketen auf die Ukraine abzufeuern.
Und das ist wahrscheinlich ein Teil des Grundes für einen ukrainischen Angriff, der in der Nacht zum 22. April durchgeführt wurde.
Kommandozentrale getroffen
Ukrainische Verteidigungskräfte haben den Kommandoposten Striletsky, der mit der russischen Schwarzmeerflotte in der besetzten Stadt Sewastopol verbunden ist, getroffen, wie aus einem Facebook-Beitrag des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine hervorgeht.
Beamte fügten hinzu, dass die Operation auch andere strategische russische Militäreinrichtungen auf der Krim zum Ziel hatte.
Der Angriff erfolgte nur wenige Tage nach einem ähnlichen Vorfall, bei dem ukrainische Kräfte angeblich Landungsschiffe und eine Radaranlage, ebenfalls in der Nähe von Sewastopol, getroffen hatten.
Die Informationen wurden nicht unabhängig überprüft.
Militärische Ziele getroffen
Zu den weiteren Zielen, die bei dem jüngsten Angriff getroffen wurden, gehörte ein Kommandoposten einer russischen Armeeeinheit im Gebiet Wjasowoje in der russischen Region Belgorod, so der Generalstab.
Das volle Ausmaß der Opfer und Schäden bleibt unklar; die Einschätzungen dauern noch an.
Laut Ukrinform kursierten online Berichte über Explosionen in Sewastopol in der Nacht und in den frühen Morgenstunden des 22. April.
Berichte über Explosionen
Zeugenaussagen deuteten auf mindestens zwei Einschläge in der Nähe des Kaps Fiolent hin, wo ein russisches Flugabwehrraketenregiment stationiert ist.
Ein weiterer gemeldeter Einschlag ereignete sich entlang der Monastyrske-Straße, einem Gebiet, das mit einer elektronischen Aufklärungseinheit der Schwarzmeerflotte in Verbindung gebracht wird.
Es wurde noch keine unabhängige Bestätigung der Schäden vorgelegt, und die Situation wird weiterhin bewertet.
Quellen: Ukrinform, Facebook-Beitrag des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine, auf X geteiltes Filmmaterial