Die Karte umfasst 47 Millionen Galaxien.
Beim Blick in den Nachthimmel fragt man sich leicht, was die weiten leeren Räume zwischen den Sternen füllt.
Wissenschaftler haben Jahrzehnte damit verbracht, die unsichtbaren Kräfte zu kartieren, die unser Universum formen, und ein gewaltiges neues Projekt hat soeben einen wichtigen Meilenstein erreicht.
Eine gewaltige Karte
Forscher, die am Spektroskopieinstrument für Dunkle Energie (DESI) arbeiten, haben ihr gesamtes Zielgebiet erfolgreich kartiert, wie Ohio State News berichtet.
Das Team beendete die Arbeit vorzeitig und sammelte dabei wesentlich mehr Informationen als ursprünglich erwartet.
Diese riesige dreidimensionale Karte soll Experten dabei helfen, die mysteriöse Kraft zu verstehen, die etwa siebzig Prozent von allem um uns herum ausmacht.
Millionen von Sternen
In den letzten fünf Jahren hat das Gerät Details zu mehr als siebenundvierzig Millionen Galaxien und zwanzig Millionen Sternen erfasst.
Paul Martini von der Ohio State University half beim Bau des Instruments und lobte die globale Anstrengung in einer Universitätsmitteilung.
„DESI ist eine hervorragende internationale Zusammenarbeit gewesen, und seine unglaublich fruchtbaren wissenschaftlichen Ergebnisse sind ein führendes Beispiel für seinen Einfluss auf die breitere wissenschaftliche Gemeinschaft“, sagte Martini laut Ohio State News.
Das Projekt wird vom Lawrence Berkeley National Laboratory geleitet und umfasst mehr als neunhundert Forscher weltweit.
Herausforderungen gemeistert
Klaus Honscheid, ein weiterer Physikprofessor an der Ohio State University, betonte die enorme Rolle seiner Abteilung beim Bau und Betrieb des Geräts.
„Wir sind stolz auf die weltweit führenden Ergebnisse unserer Zusammenarbeit zur Dunklen Energie und erfreut über die beträchtliche internationale Medienaufmerksamkeit, die sie erhalten haben.“ Honscheid äußerte seinen Stolz in der Universitätsmitteilung.
Die Arbeit war nicht ohne Herausforderungen, darunter ein großer Waldbrand im Jahr 2022, der die Stromversorgung des Observatoriums unterbrach.
Ashley Ross, eine leitende Wissenschaftlerin des Projekts, erklärte, dass das Team schnell reagieren musste, um den Fortschritt zu gewährleisten.
Wie es weitergeht
„Indem wir kreative Lösungen für unvorhergesehene Probleme fanden, wurden die hochwertigen Daten, die wir jede Nacht sammelten, sorgfältig und zuversichtlich genutzt, um die spannenden kosmologischen Einschränkungen zu erhalten, für die DESI heute bekannt ist“, erklärte Ross.
Wissenschaftler werden nun die kommenden Monate damit verbringen, diesen riesigen Datenschatz zu verarbeiten, wobei die Endergebnisse für 2027 erwartet werden.
Das Team plant außerdem, den Himmel bis 2028 weiter zu beobachten und sich dabei noch anspruchsvolleren Zielen zuzuwenden.
Honscheid fügte hinzu, dass diese Erweiterung ihre Forschung zur Dunklen Materie verbessern und helfen werde, zu klären, wie sich der Kosmos tatsächlich gebildet hat.
Quellen: The Ohio State University, Lawrence Berkeley National Laboratory