Startseite Welt Putins Tochter übernimmt Kontrolle über geheimes KI-Zentrum

Putins Tochter übernimmt Kontrolle über geheimes KI-Zentrum

Putin's daughter Katerina Tikhonova
Vesti program / Rossiya TV channel

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sein Familienleben lange Zeit aus der Öffentlichkeit ferngehalten.

Obwohl weithin bekannt ist, dass er zwei Töchter hat, gab es auch unbestätigte Berichte, die darauf hindeuten, dass er weitere Kinder haben könnte.

Neues KI-Zentrum

Die Staatliche Universität Moskau soll Berichten zufolge ein geschlossenes Zentrum für künstliche Intelligenz eingerichtet haben, das mit Katerina Tikhonova verbunden ist, die weithin als Tochter von Präsident Wladimir Putin gilt.

Laut _T-Invariant_, zitiert von der Moscow Times, vereint das Projekt mehrere Elemente, darunter ein KI-Institut, eine neue Fakultät, ein Forschungszentrum und den MGU-270-Supercomputer.

Das Zentrum befindet sich auf dem Hauptcampus der Universität in Moskau.

Ausbau der Kapazitäten

Diese Entwicklung erfolgt, während Russland inmitten westlicher Sanktionen, die den Zugang zu fortschrittlicher Technologie einschränken, seinen eigenen KI-Sektor aufbauen will.

Trotz dieser Einschränkungen heißt es in dem Bericht, der neue Supercomputer sei auf Nvidia-Chips angewiesen, die über indirekte Kanäle beschafft wurden.

Der Zugang zu dem System soll Berichten zufolge selbst innerhalb der Universität streng kontrolliert werden.

Von _T-Invariant_ zitierte Quellen gaben an, dass nur eine kleine Gruppe von Insidern das MGU-270-System nutzen könne.

„Das bedeutet, dass selbst das Fernsehteam keinen Zutritt hatte. Niemandem ist es gestattet, sich dem neuen Supercomputer zu nähern, selbst innerhalb der Universität nicht, außer einem engen Kreis von Insidern“, sagte eine Quelle.

Ein anderer Forscher sagte, die Mitarbeiter hätten Schwierigkeiten gehabt, Informationen über das Projekt zu erhalten.

Akademische Bedenken

Die Universität hat ihre neue Fakultät für Künstliche Intelligenz im April offiziell eröffnet, geleitet von dem Wissenschaftler Ivan Oseledets.

Einige Experten haben jedoch die Notwendigkeit einer separaten Fakultät infrage gestellt, anstatt KI in bestehende Abteilungen zu integrieren.

„Es spiegelt eine ‚King of the Hill‘-Logik wider, bei der man sich selbst ein Territorium absteckt“, sagte ein Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften dem Medium.

Das Projekt wird durch erhebliche finanzielle Unterstützung gefördert, darunter Mittel des Geschäftsmanns Oleg Deripaska und der staatlichen VTB Bank.

Die Pläne umfassen auch die Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern sowie die Schaffung neuer Forschungslabore und eines Robotikparks.

Die Initiative soll eine Schlüsselrolle in Russlands langfristigen technologischen Ambitionen spielen.

Quellen: T-Invariant, The Moscow Times