Eine Drohne für 3.500 Kronen kann heute Sprengstoff tragen, mit 170 km/h fliegen und Ziele mehrere Kilometer entfernt treffen.
Eine Drohne für 3.500 Kronen kann heute Sprengstoff tragen, mit 170 km/h fliegen und Ziele mehrere Kilometer entfernt treffen.
Das verändert nicht nur die Kriegsführung – sondern auch, wer sie führen kann.
In einem Interview erklärt ein Vertreter der Streitkräfte, dass die dänische FPV-Drohne bis zu 2 Kilogramm Sprengstoff tragen und Ziele in einer Entfernung von 25 bis 30 Kilometern treffen kann.
Das Interview wurde auf der Gamebox in Dänemark geführt, wo das Militär vertreten war und seine Drohnentechnologie präsentierte. Dabei bestand die Möglichkeit, mit einem Vertreter zu sprechen und Einblicke in die Entwicklung zu erhalten.
Für Präzision und Kontrolle gebaut
Die Drohne ist eine sogenannte Kamikaze-Drohne, die dafür ausgelegt ist, direkt in ihr Ziel zu fliegen.
Sie wird zu 100 Prozent manuell gesteuert – ohne GPS, Stabilisierung oder automatische Systeme.
„Diese hat keinerlei Unterstützung – und das ist Absicht. Sie soll aggressiv fliegen und präzise treffen“, erklärte eine Quelle aus dem Militär.
Das gibt dem Piloten die volle Kontrolle und ermöglicht deutlich flexiblere Manöver als bei herkömmlichen Drohnen.
Schwer mit klassischen Mitteln zu stoppen
Mit einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 170 km/h ist die Drohne äußerst schwer zu treffen.
Klassische Mittel wie Schrotflinten oder Netzwerfer haben nur begrenzte Wirkung.
Störsignale können sie zum Absturz bringen, doch die Entwicklung schreitet schnell voran, und neue Lösungen machen sie weniger anfällig.
„Wenn sie das Signal verliert, stürzt sie sofort ab. Es gibt keine Sicherheitssysteme“, hieß es.
Drohnenvorfälle zeigten eine Schwachstelle
Im Herbst wurden Drohnen bei dänischen Militäranlagen beobachtet, was große Besorgnis auslöste.
Die Drohnen flogen jedoch nicht über die sensibelsten Bereiche und blieben in der Nähe der Stützpunkte.
Die Wirkung war daher vor allem psychologischer Natur – nicht militärisch.
„Das Gewehr, das wir haben, ist nicht für Drohnen gemacht“, erklärte die Quelle über den Mangel an effektiven Gegenmaßnahmen.
Die Zukunft hat bereits begonnen
Drohnen sind nicht länger ausschließlich dem Militär vorbehalten – die Technologie ist für viele zugänglich geworden.
„Für 500 Kronen bei Amazon bekommt man bereits eine Drohne. Das ist keine geheime Technologie.“
Gleichzeitig hat das Militär Schwierigkeiten, Spezialisten zu halten, deren Ausbildung bis zu zwei Jahre dauert.
„Ich verliere lieber eine Drohne als ein Menschenleben“, sagte die Quelle über die zukünftige Rolle von Drohnen.