Die Abwesenheit der NATO im US-israelischen Krieg gegen den Iran hat sie nicht vor kritischer Prüfung geschützt.
Stattdessen offenbarte der Konflikt ernsthafte Schwächen in der militärischen Einsatzbereitschaft des Bündnisses.
Von erschöpften Beständen bis hin zu internen Spannungen sagen Experten, dass die Warnzeichen deutlich sind.
Da Russland möglicherweise bis 2029 in der Lage sein könnte, die NATO herauszufordern, wächst der Druck zur Anpassung rasch.
Munitionsmangel

Der Krieg im Iran zeigte schnell, wie stark die Ressourcen der NATO bereits belastet sind.
Die Vereinigten Staaten haben bereits etwa die Hälfte ihrer Patriot-Raketenreserven verbraucht.
Auch Frankreich warnte, dass die Vorräte an Aster- und Mica-Raketen innerhalb weniger Wochen zur Neige gehen könnten.
Experten warnen, dass der NATO in einem anhaltenden Konflikt innerhalb weniger Wochen die modernen Luftverteidigungssysteme ausgehen könnten.
„Wir haben zu wenige dieser Ressourcen“, sagte ein hochrangiger NATO-Diplomat laut Digi24 und forderte einen Wechsel hin zu günstigeren und besser skalierbaren Alternativen.
Unterlegenheit in der Luft

Die Grenzen der Luftmacht wurden während des Konflikts deutlich sichtbar.
Trotz umfangreicher US-Luftoperationen setzte Iran seine Angriffe mit Tausenden von Schlägen fort.
Pieter Wezeman stellte „die klaren Grenzen der Erwartung fest, dass man ein Land in die Unterwerfung bomben kann.“
Dies stellt die langjährige Abhängigkeit der NATO von der Luftherrschaft als entscheidenden Vorteil infrage.
Experten argumentieren nun, dass das Bündnis seine Strategie zur Kontrolle umkämpfter Lufträume überdenken muss.
Unzureichend ausgestattete Seestreitkräfte

Die Einsatzbereitschaft der Marinekräfte innerhalb der NATO erscheint uneinheitlich und in einigen Fällen fragil.
Die verzögerte Entsendung des britischen Kriegsschiffs HMS Dragon sowie technische Probleme machten tiefere Schwierigkeiten sichtbar.
Hochrangige Beamte haben eingeräumt, dass die Flotten nicht vollständig auf Konflikte vorbereitet sind.
Auch Kanada hat eingeräumt, dass weniger als die Hälfte seiner Marine einsatzbereit ist.
Jahrelange Konzentration auf Landkriegsführung hat dazu geführt, dass maritime Fähigkeiten zurückgeblieben sind.
Anhaltende Uneinigkeit

Die politische Einigkeit innerhalb der NATO steht unter Druck.
Europäische Verbündete lehnten US-Aufrufe zur Unterstützung ab und machten damit bestehende Spannungen sichtbar.
Gleichzeitig hat Donald Trump das Bündnis weiterhin kritisiert und es als „Papiertiger“ bezeichnet.
Einige befürchten, dass die USA ihr Engagement in zukünftigen Krisen einschränken könnten.
„Die Zeit der Schmeichelei ist vorbei“, warnte der ehemalige NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und forderte eine härtere europäische Haltung.
Ukraine ist entscheidend

Die Ukraine wird zunehmend als wichtiger Partner im Sicherheitsrahmen der NATO gesehen.
Ihre Erfahrung im Umgang mit Drohnen wurde bereits über Europa hinaus weitergegeben.
Kyjiw hat langfristige Verteidigungsabkommen mit Golfstaaten unterzeichnet und die Beziehungen zur NATO vertieft.
„Die Ukraine agiert als Sicherheitsanbieter“, sagte ein Diplomat.
Das Bündnis prüft nun, wie die Innovationen der Ukraine in seine umfassendere Verteidigungsstrategie integriert werden können.