Startseite Krieg Garri Kasparow sagt, russische Eliten könnten sich gegen Putin wenden

Garri Kasparow sagt, russische Eliten könnten sich gegen Putin wenden

Former world chess champion and current Putin critic Garry Kasparov
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Der ehemalige Schachweltmeister und Kreml-Kritiker Garri Kasparow sagt, wachsende Frustration innerhalb Russlands könnte Wladimir Putins Machtstellung letztendlich bedrohen.

Laut Kommentaren, die von der Polnischen Presseagentur (PAP) via RBK-Ukraine zitiert wurden, glaubt Kasparow, dass die Misserfolge des russischen Krieges in der Ukraine sowohl bei den politischen Eliten als auch bei den gewöhnlichen Bürgern Zweifel schüren, berichtet O2.pl.

Wachsende Unzufriedenheit

Kasparow argumentierte, dass immer mehr Russen beginnen zu akzeptieren, dass Moskau in der Ukraine keinen Sieg erringen kann.

„Es gibt das Gefühl, dass etwas passiert“, so Kasparow laut PAP.

Er behauptete, dass militärische Rückschläge und wirtschaftliche Belastungen das Vertrauen in Putins Führung schwächen und Druck innerhalb des politischen Systems erzeugen.

„Und jetzt sehen wir eine Situation, in der sehr viele Menschen, sowohl in der Elite als auch unter den gewöhnlichen Bürgern, beginnen zu verstehen, dass Putin den Krieg nicht gewinnen kann“, sagte er.

Druck auf den Kreml

Laut RBK-Ukraine glaubt Kasparow, dass die größte Bedrohung für den Kreml eher psychologischer Natur ist als rein militärischer oder wirtschaftlicher.

Er argumentierte, dass die russische politische Kultur historisch Anführer bestraft, die Kriege verlieren, und schlug vor, dies könnte zu einem entscheidenden Faktor werden, wenn der Konflikt weiterhin stagniert.

„Die russische Tradition verzeiht einem Zaren oder Diktator nicht, einen Krieg zu verlieren“, sagte Kasparow.

Er fügte hinzu, dass eine wachsende Zahl einflussreicher Persönlichkeiten zu dem Schluss kommen könnte, dass die Entfernung Putins notwendig sei, um das breitere politische System zu erhalten.

Blick auf 2026

Kasparow deutete zudem an, dass das Jahr 2026 einen Wendepunkt in der globalen Politik und der europäischen Sicherheit markieren könnte.

Laut PAP glaube er, der anhaltende Widerstand der Ukraine und die Kampfhandlungen gestalteten die internationalen Machtdynamiken neu und erhöhten den Druck auf Moskau.

Obwohl Kasparow keinen unmittelbaren Führungswechsel in Russland vorhersagte, beschrieb er ein sich abzeichnendes Szenario, in dem die Kriegskosten die Entscheidungen im Kreml zunehmend beeinflussen.

Von RBK-Ukraine zitierte Beobachter merkten an, dass jede signifikante Verschiebung innerhalb der russischen Führung weitreichende Konsequenzen für den Krieg und für Europas breitere Sicherheitslandschaft haben könnte.

Quellen: o2.pl, PAP, RBK-Ukraine