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Thailand verschärft Besuchsregeln, während der Tourismus nachlässt

Passengers wait in long lines at check-in counters in the departure hall of Suvarnabhumi Airport in Bangkok, Thailand.
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Die Einreisebestimmungen werden nach einer Phase erleichterten Zugangs verschärft. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der eine bedeutende Reisewirtschaft mit rückläufigen Besucherzahlen und wachsendem Druck bei der Durchsetzung der Regeln konfrontiert ist.

Thailand wird die visafreien Aufenthalte für viele ausländische Touristen von 60 Tagen auf 30 Tage verkürzen, berichtet The Guardian. Bangkok reagiert damit auf Sorgen, dass Besucher die Einreiseregeln missbrauchen.

Die 60-Tage-Regelung, die 2024 eingeführt wurde, galt für 93 Länder und Territorien, darunter das Vereinigte Königreich, die USA, Australien und große Teile Europas. Behördenvertreter erklärten, das überarbeitete System werde einfacher sein, auch wenn die endgültige Liste der berechtigten Länder noch nicht festgelegt wurde.

Regierungssprecherin Rachada Dhanadirek sagte, der Tourismus habe wirtschaftliche Vorteile gebracht, die derzeitige Regelung habe jedoch auch Raum für Missbrauch geschaffen.

Reisende, die länger bleiben möchten, müssen künftig bei einer Einwanderungsbehörde einen Antrag stellen, wobei ein Beamter über die Genehmigung einer Verlängerung entscheidet.

Tourismus unter Druck

Thailand ist stark auf ausländische Besucher angewiesen – für Hotels, Restaurants, Transport, Einzelhandel und lokale Arbeitsplätze. Laut Zahlen, auf die sich die britische Zeitung beruft, trägt der Tourismus zwischen 10 und 20 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei.

Dadurch wird der Zeitpunkt der Entscheidung besonders schwierig. Die Bangkok Post berichtete, dass die Zahl ausländischer Besucher in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 im Jahresvergleich um 3,45 Prozent zurückging. Die Zahl der Besucher aus dem Vereinigten Königreich sank um 22,8 Prozent auf 85.059, während auch die Besucherzahlen aus dem Nahen Osten deutlich zurückgingen.

Der Nationale Rat für wirtschaftliche und soziale Entwicklung hat Thailands Ziel für die Besucherzahlen 2026 von 35 Millionen auf 32 Millionen gesenkt, schreibt The Guardian. Höhere Kosten für Flugtreibstoff sowie regionale Spannungen zwischen Iran, Israel und den USA haben zudem die Flugpreise steigen lassen.

Thailändische Behörden verwiesen auf Sorgen über Personen, die ihre Aufenthaltsdauer überschreiten, unerlaubte Geschäfte in Touristengebieten sowie ausländische kriminelle Netzwerke, die Lücken im Einwanderungssystem ausnutzen.

Außenminister Sihasak Phuangketkeow erklärte, die Maßnahme richte sich gegen Personen, die das System missbrauchen, und nicht gegen ein bestimmtes Land.

Kriminalfälle erhöhen den Druck

Ein weiterer Guardian-Artikel beleuchtete ungewöhnliche Polizeitaktiken in Bangkok, bei denen sich Beamte etwa als Löwentänzer, Bauarbeiter oder Wrestler verkleideten, um Verdächtige in anderen Strafsachen festzunehmen.

Der Bericht gibt einen Einblick in die Art von Kriminalitätsproblemen, die nun Thailands strengeren Umgang mit Besuchsregeln prägen.

Die Fälle haben online große Aufmerksamkeit erregt und den Druck auf die Behörden erhöht zu zeigen, dass Einwanderungs- und Strafverfolgungssysteme Schritt halten.

Quellen: The Guardian, Bangkok Post