In ukrainischen politischen und analytischen Kreisen wachsen die Bedenken, dass die Vereinigten Staaten Kiew zu Zugeständnissen an Russland im Austausch für ein mögliches Waffenstillstandsabkommen drängen könnten.
Die Befürchtungen sind Berichten zufolge mit Donald Trumps Wunsch verbunden, vor den US-Midterm-Wahlen im Jahr 2026 ein sichtbares diplomatisches Ergebnis zu erzielen, berichtet LA.lv.
Bedenken wegen Drucks
Laut Äußerungen des Majors der lettischen Nationalen Streitkräfte und Stabsoffiziers der Nationalgarde, Jānis Slaidiņš, auf TV24 befürchten einige in der Ukraine, dass Trump von Kreml-Narrativen über russische Schlachtfelderfolge beeinflusst werden *könnte*.
Es bestehen Bedenken, Moskau *könnte* versuchen, Washington davon zu überzeugen, dass die Ukraine keine andere Wahl *habe*, als russische Forderungen zu akzeptieren, einschließlich derer, die mit der Region Donezk verbunden sind.
Slaidiņš argumentierte jedoch, die Ukraine *habe* weiterhin die Fähigkeit, russischem Druck effektiv zu widerstehen.
„Ein schwacher Staat stellt keine Ultimaten“, sagte er und verwies auf ukrainische Angriffe tief im russischen Territorium als Beweis dafür, dass Kiew die Initiative nicht verloren *habe*.
Moskaus Prioritäten
Der Diskussion zufolge glauben ukrainische politische Kreise, dass mehrere Themen für Russland während der Verhandlungen besonders wichtig *blieben*.
Dazu gehören der Donbas, die internationale Anerkennung besetzter Gebiete, das Atomkraftwerk Saporischschja und die mögliche Aufhebung von Sanktionen gegen Moskau.
Es gibt auch Bedenken in der Ukraine, dass die Vereinigten Staaten möglicherweise Kompromisse in einigen dieser Fragen *erwägen könnten*, wenn sie glauben, dass solche Schritte einen diplomatischen Durchbruch *erzielen könnten*.
Gleichzeitig betonte Slaidiņš, dass keine offizielle amerikanische Position, die solche Zugeständnisse unterstütze, bekannt gegeben *worden sei*.
Gespräche bleiben ins Stocken geraten
Trotz mehrerer Runden US-vermittelter Gespräche zwischen Moskau und Kiew wurde bisher kein größerer diplomatischer Fortschritt erzielt.
Territoriale Streitigkeiten blockieren weiterhin umfassendere Abkommen zwischen den beiden Seiten.
Die Ukraine besteht weiterhin darauf, dass jede Waffenstillstandsvereinbarung klare Sicherheitsgarantien *erfordern würde*.
Unterdessen versucht der Kreml Berichten zufolge, die Beziehungen zu Washington zu verbessern, in der Hoffnung, westliche Sanktionen zu lockern.
Trumps Balanceakt
Die Diskussion legte auch nahe, dass Trump den Ukraine-Krieg in einem breiteren politischen und geopolitischen Kontext *betrachte*.
Laut Slaidiņš *wolle* Trump konkrete außenpolitische Erfolge, die den amerikanischen Wählern vor den bevorstehenden Wahlen präsentiert werden können.
Gleichzeitig *habe* er Berichten zufolge versucht, die Ukraine nicht zum zentralen Fokus seiner öffentlichen Botschaften zu machen.
Der Ukraine-Krieg *dürfte* auch bei Trumps bevorstehendem Besuch in China zur Sprache kommen, zusammen mit Diskussionen über Sanktionen und Energiepolitik.
Jared Kushner und Steve Witkoff *dürften* ebenfalls bald nach Moskau reisen, obwohl ukrainische Beobachter argumentieren, es *wäre* ebenso wichtig für sie, Kiew direkt zu besuchen.
Quellen: LA.LV, TV24