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Russische Schulen verbieten Kleidung mit fremdsprachigen Slogans

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Zwei Schulen in der russischen Region Tomsk haben Schülern das Tragen von Kleidung mit fremdsprachigen Aufschriften verboten und dies mit Sorgen über Radikalisierung und antisoziales Verhalten begründet.

Zwei Schulen in der russischen Region Tomsk haben Regeln eingeführt, die Schülern das Tragen von Kleidung mit fremdsprachigen Aufschriften verbieten.
Die Einschränkungen haben eine Debatte darüber ausgelöst, ob lokale Behörden regionale Richtlinien überinterpretieren.

Neue Einschränkungen

Laut Meduza führte das Gubernatorial Svetlensky Lyceum am 15. Mai Änderungen seiner internen Vorschriften ein.

Die aktualisierten Regeln verbieten Schülern das Tragen von Kleidung mit fremdsprachigen Texten, sofern die Formulierung nicht Teil einer eingetragenen Marke ist und „dem russischen Recht sowie den Prinzipien allgemeiner menschlicher Anständigkeit“ entspricht.

Die Anordnung verwies Berichten zufolge auf Empfehlungen des Bildungsministeriums der Region Tomsk, obwohl die ursprüngliche Richtlinie nicht öffentlich veröffentlicht wurde.

Eine weitere Schule in der Stadt Kedrowy führte ein ähnliches Verbot ein.

Sicherheitsbegründung

Die Schule Nr. 1 in Kedrowy erklärte, die Einschränkungen dienten dazu, die Verbreitung von „rechtswidrigem Verhalten, Radikalisierung und antisozialen Ideen“ zu verhindern.

Laut Meduza war die Seite mit der Anordnung auf der Website der Schule später nicht mehr erreichbar und zeigte die Meldung „Seite nicht gefunden“ an.

Die Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund umfassenderer Bemühungen in Russland, patriotische und russischsprachige Politikansätze im Bildungswesen und öffentlichen Leben zu fördern.

Die Schulen haben bislang nicht öffentlich erklärt, wie die Regeln durchgesetzt werden sollen.

Reaktion der Region

Ilja Leontjew, stellvertretender Sprecher des Regionalparlaments von Tomsk und stellvertretender Sekretär des lokalen Ablegers der Partei Einiges Russland, deutete an, dass die Situation weiter geprüft werden müsse.

„Ich würde nicht ausschließen, dass lokale Beamte die Empfehlungen des regionalen Bildungsministeriums etwas zu wörtlich oder nicht ganz korrekt interpretiert haben könnten“, sagte er.

Leontjew fügte hinzu, dass zunächst eine offizielle Erklärung des Bildungsministeriums abgewartet werden sollte, bevor Schlussfolgerungen gezogen würden.

Das Bildungsministerium der Region Tomsk hat sich bislang nicht öffentlich zu der Kontroverse geäußert.

Quellen: Meduza