Die proukrainische Partisanengruppe Atesh behauptet, sie habe russische Luftverteidigungssysteme kurz vor ukrainischen Drohnenangriffen auf große Ölanlagen in Noworossijsk gestört.
Eine proukrainische Partisanengruppe erklärt, sie habe russische Luftverteidigungssysteme kurz vor einem ukrainischen Drohnenangriff auf wichtige Ölinfrastruktur in Noworossijsk gestört.
Die Behauptungen folgen auf Berichte ukrainischer Streitkräfte über erfolgreiche Angriffe auf zentrale russische Treibstoff- und Exportanlagen nahe dem Schwarzen Meer.
Sabotageoperation
Laut The Kyiv Independent erklärte die Partisanenbewegung Atesh, ihre Agenten hätten im Raum Noworossijsk vor dem Drohnenangriff vom 23. Mai Sabotageakte durchgeführt.
Die Gruppe behauptete, Kommunikationsmasten und ein Umspannwerk angegriffen zu haben, die zur Unterstützung russischer Militärkoordination und Luftverteidigungsoperationen genutzt würden.
„Agenten unserer Bewegung führten eine Reihe von Sabotageakten gegen Kommunikations- und Energieanlagen durch“, erklärte die Gruppe in einer Stellungnahme auf Telegram.
Atesh behauptete, die Störungen hätten Russlands Fähigkeit geschwächt, tief fliegende Drohnen zu erkennen und darauf zu reagieren.
Luftverteidigung gestört
Laut The Kyiv Independent erklärte die Gruppe, mehrere stationäre Radarsysteme hätten nach Schäden an der Stromversorgung keinen stabilen Betrieb mehr aufrechterhalten können.
„Die (Drohnen-)Aufklärung am Stadtrand von Noworossijsk wurde praktisch blind gemacht“, hieß es in der Erklärung.
Die Partisanen behaupteten, russische Luftverteidigungseinheiten hätten Schwierigkeiten gehabt, rechtzeitig auf den Angriff zu reagieren.
Ölinfrastruktur getroffen
Der ukrainische Generalstab bestätigte zuvor Angriffe auf das Öllager Sheskharis und das Öldepot Gruschowaja in Noworossijsk.
Laut The Kyiv Independent griffen ukrainische Streitkräfte auch den Tanker „Chrysalis“ an, den Kyjiw als Teil von Russlands sogenannter Schattenflotte bezeichnete.
Nach den Angriffen wurden an beiden Ölanlagen Brände gemeldet.
Das Depot Gruschowaja gilt als eine der größten Öllagerstätten in der Kaukasusregion.
Strategische Bedeutung
Nach Angaben ukrainischer Militärvertreter spielt das Depot eine Rolle bei der Versorgung russischer Streitkräfte mit Treibstoff und Erdölprodukten.
Die Anlage dient zudem als bedeutendes Exportzentrum, das an Pipelines des staatlich kontrollierten russischen Pipelineunternehmens Transneft angeschlossen ist.
Die Ukraine greift zunehmend russische Treibstoffinfrastruktur an, um Militärlogistik und energiebezogene Exporte im Zusammenhang mit dem Krieg zu stören.
Quellen: The Kyiv Independent