Dies bedeutet, dass der russische Vizeaußenminister nicht an der Sitzung des UN-Sicherheitsrates teilnehmen kann.
Ein Reisevisum zu erhalten, kann für jeden, der eine internationale Reise plant, Kopfzerbrechen bereiten.
Doch wenn Staats- und Regierungschefs sowie hochrangige Diplomaten auf Hürden bei der Passkontrolle stoßen, kann eine einfache Verzögerung bei den Formalitäten schnell zu einem globalen Schlagabtausch eskalieren.
Genau das geschah diese Woche in New York.
Ausgesperrt
Laut dem Ständigen Vertreter Russlands bei den Vereinten Nationen, Wassili Nebensja, verweigerten die Vereinigten Staaten dem russischen Vizeaußenminister Alexander Alimow ein Visum und hinderten ihn so daran, an einer wichtigen Sitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen teilzunehmen.
„Trotz all unserer Bemühungen, von der amerikanischen Seite ein Visum zu erhalten, wurde es letztlich nie ausgestellt“, sagte Nebensja laut der russischen staatlich verbundenen Nachrichtenagentur TASS während der Sitzung des UN-Sicherheitsrates.
Er bezeichnete die Verweigerung als eklatante Respektlosigkeit und nannte sie „eine flagrante Missachtung von Chinas Präsidentschaft“.
Nebensja merkte an, dass Alimow vom chinesischen Außenminister Wang Yi ausdrücklich eingeladen worden sei, um darüber zu diskutieren, wie die UN-Charta geschützt werden könne.
Fehlend bei der Sitzung
Reuters berichtet, dass ein UN-Diplomat angedeutet habe, auch dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi sei für dasselbe hochrangige Treffen ein Einreisevisum verweigert worden.
UN-Sprecher Farhan Haq bestätigte, dass Araghtschi nicht zu seinem geplanten persönlichen Treffen mit UN-Generalsekretär António Guterres nach New York reisen werde. Haq erklärte jedoch, den offiziellen Grund für die Abwesenheit nicht zu kennen.
Das Außenministerium und die US-Mission bei den Vereinten Nationen haben die Berichte bislang nicht kommentiert.
Ein fragiler Frieden
Dieses diplomatische Drama ereignet sich zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt für Washington und Moskau. Seit Donald Trump für eine zweite Amtszeit ins Weiße Haus zurückgekehrt ist, haben die beiden Nationen eine vorsichtige Kommunikation aufrechterhalten.
Trumps Gesandte sind kürzlich nach Moskau gereist, und die USA setzten sogar einige Sanktionen aus, um Kirill Dmitrijew einen Besuch in Amerika zu ermöglichen. Dennoch stoßen russische Beamte weiterhin auf regelmäßige Hindernisse, wenn sie versuchen, die UN zu erreichen.
Währenddessen zeichnete die eigentliche Sitzung im UN-Saal ein düsteres Bild der globalen Sicherheit. UN-Chef Guterres warnte das Publikum, die Welt stehe derzeit vor mehr aktiven Konflikten als jemals zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg.
„Ein riesiges Schiff der globalen Zivilisation steuert in gefährliche Gewässer“, fügte der chinesische Außenminister Wang Yi laut Reuters hinzu. Er forderte die Länder auf, die Kämpfe einzustellen und eine gemeinsame Basis zu finden.
Quellen: Reuters, AP, TASS, Kyiv Post