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18.000 Soldaten und mehr als 200 Millionen Euro: NATO macht strategische Ostseeinsel zur Frontfestung gegen Russland

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Die NATO stärkt die schwedische Insel Gotland als strategische Festung in der Ostsee, da die Sorge über potenzielle russische Militärbedrohungen wächst.

Die NATO verstärkt ihre militärische Präsenz auf der schwedischen Insel Gotland, da die Sorge über Russlands Fähigkeit wächst, die Ostseeregion zu bedrohen.
Militärplaner betrachten die Insel als eine der wichtigsten strategischen Positionen des Bündnisses in Nordeuropa.

Strategische Festung

Laut Digi24 unter Berufung auf Politico arbeiten Schweden und seine NATO-Verbündeten daran, Gotland in ein stark befestigtes militärisches Drehkreuz zu verwandeln.

Die Insel liegt im Zentrum der Ostsee, etwa 300 Kilometer von Russlands stark militarisierter Region Kaliningrad entfernt.

In der vergangenen Woche nahmen rund 18.000 Soldaten aus 13 NATO-Staaten an Übungen auf der Insel teil, die auf mögliche russische Aggressionen und Szenarien hybrider Kriegsführung vorbereiten sollen.

Diplomaten erklärten gegenüber Politico, dass die NATO sogar die dauerhafte Stationierung von Luftverteidigungssystemen mit großer Reichweite auf Gotland erwäge.

Schlüsselposition

Der Oberbefehlshaber der schwedischen Streitkräfte, General Michael Claesson, warnte, die NATO müsse jederzeit vorbereitet sein.

„Wir sollten nicht untätig dasitzen und warten, bis sich die russischen Streitkräfte auf ein bestimmtes Niveau erholt haben, sondern müssen jederzeit wachsam bleiben“, sagte er.

Laut Politico sind Verteidigungsexperten der Ansicht, dass die Kontrolle über Gotland die Vorherrschaft über weite Teile der Ostsee ermöglichen würde.

Niklas Granholm von der Schwedischen Verteidigungsforschungsagentur bezeichnete die Insel aufgrund ihrer zentralen Lage und ihres militärischen Wertes als einen „unsinkbaren Flugzeugträger“.

Militärischer Ausbau

Schweden hat mehr als 200 Millionen Euro in die Modernisierung der militärischen Infrastruktur auf Gotland investiert.

Laut Politico wurden die Luftverteidigungsfähigkeiten wiederhergestellt, und ein Regiment mit Leopard-2-Kampfpanzern und CV90-Schützenpanzern ist auf die Insel zurückgekehrt.

Kommandeur Andreas Gustafsson erklärte, dass die auf Gotland stationierten Kräfte in den kommenden Jahren deutlich wachsen sollen.

Neue Luftverteidigungssysteme vom Typ IRIS-T sollen zudem ab 2028 stationiert werden.

Lehren aus der Ukraine

An den Militärübungen nahmen auch 17 ukrainische Drohnenoperatoren teil.

Laut Politico mussten schwedische Streitkräfte offensive Übungen mehrfach unterbrechen, weil die ukrainischen Operatoren wiederholt Ziele identifizierten und mithilfe von Drohnen „zerstörten“.

„Die wichtigste Erkenntnis für mich ist, dass wir viel mehr mit Drohnen trainieren müssen“, sagte Gustafsson.

NATO-Kommandeure betrachten die ukrainischen Erfahrungen auf dem Schlachtfeld zunehmend als entscheidend für die Vorbereitung der Bündnisstreitkräfte auf zukünftige Konflikte.

Quellen: Digi24, Politico