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Iran lehnt Friedensabkommen ohne feste amerikanische Garantien ab

Iran Teheran
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Einen Weg zu dauerhaftem Frieden im Nahen Osten zu finden, glich schon immer einem Schachspiel mit hohen Einsätzen.

Gerade wenn ein dauerhafter Waffenstillstand in greifbarer Nähe scheint, reagieren die Parteien oft mit scharfen Warnungen und konkurrierenden Forderungen. Die jüngste diplomatische Pattsituation zeigt genau, wie fragil solche internationalen Abkommen sein können, berichtet France 24.

Drohungen mit Krieg

Die Vereinigten Staaten haben kürzlich eine deutliche Warnung ausgesprochen, dass sie bereit seien, Militäraktionen gegen den Iran wieder aufzunehmen, sollten die Friedensgespräche scheitern. Diese Vorsicht kommt, während beide Seiten versuchen, eine Einigung zur Beendigung ihres aktuellen Konflikts zu erzielen.

Laut einem Bericht von France 24 erklärte Pentagon-Chef Pete Hegseth, Washington sei „mehr als fähig“, den Krieg wieder aufzunehmen. Bei einem Verteidigungsgipfel in Singapur fügte er hinzu, die amerikanischen Waffenbestände seien für dieses Szenario vollständig vorbereitet.

Unterdessen gab das US Central Command über soziale Medien bekannt, die amerikanischen Streitkräfte blieben in der gesamten Region aktiv und wachsam. Diese Machtdemonstration unterstreicht die Spannung, die über den Verhandlungen liegt.

Streit um Bedingungen

Präsident Donald Trump hat strenge Bedingungen für jedes endgültige Abkommen festgelegt. Ein Beamter des Weißen Hauses teilte AFP mit, Präsident Trump werde nur ein Abkommen schließen, das gut für Amerika sei und seine roten Linien erfülle, und betonte, der Iran könne niemals eine Atomwaffe besitzen.

Teheran wies diese Forderungen umgehend zurück. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, konterte mit der Aussage, die Islamische Republik habe sich „vor 47 Jahren von der Sprache des ‚Muss‘ verabschiedet“.

Auch Geld ist zu einem wichtigen Streitpunkt zwischen den beiden Nationen geworden. Das iranische Staatsfernsehen berichtete, ein inoffizieller Entwurf eines Abkommens habe ein massives US-Versprechen enthalten. Laut der Sendung habe Washington zugesagt, dem Iran innerhalb von 60 Tagen vollen Zugang zu 12 Milliarden US-Dollar seiner Vermögenswerte zu ermöglichen, damit diese Ressourcen ohne Einschränkungen in Banken des vom Iran gewünschten Ziellandes transferiert und ausgegeben werden könnten, doch das Weiße Haus wies diese Behauptung als „Fabrikation“ zurück.

Regionales Chaos breitet sich aus

Die diplomatischen Reibereien spiegeln die anhaltende Gewalt vor Ort wider. Trotz eines im April begonnenen Waffenstillstands bedrohen militärische Eskalationen weiterhin den Friedensprozess.

Weitere Komplikationen ergeben sich aus dem parallelen Konflikt im Libanon. Israelische Streitkräfte sind tief in libanesisches Territorium vorgedrungen, was die separaten regionalen Waffenstillstandsbemühungen immens belastet.

Der libanesische Premierminister Nawaf Salam warf Israel vor, im südlichen Teil eine „Politik der verbrannten Erde und kollektive Bestrafung“ zu verfolgen. Er forderte alle Seiten auf, einem raschen und echten Waffenstillstand zuzustimmen. Andernfalls könnte der Konflikt völlig außer Kontrolle geraten.

Quellen: France 24, AFP