Europäische Beamte konfrontieren Peking regelmäßig
Der globale Handel kann sich wie ein riesiges Katz-und-Maus-Spiel anfühlen. Sobald Beamte eine Tür schließen, um den Warenfluss einzuschränken, öffnet jemand anderes einfach ein Fenster.
Ein sehr großes Problem
Europäische Staats- und Regierungschefs entwerfen ihr 21. Sanktionspaket, um die Kriegswirtschaft des Kremls zu schwächen. Doch sie stehen vor einem großen Hindernis.
Laut Euronews, zitiert von Digi24, erklärt EU-Sanktionsbeauftragter David O’Sullivan, dass Peking weiterhin ein massives Hindernis darstelle. Chinesische Firmen helfen Moskau weiterhin, westliche Beschränkungen zu umgehen.
O’Sullivan erklärte, dass europäische Beamte Peking regelmäßig konfrontierten. Er merkte an: „Wir sprechen dieses Thema regelmäßig auf höchster Ebene in Gesprächen mit den chinesischen Behörden an, aber Sie kennen deren Antwort: Sie sagen, sie glaubten nicht, etwas falsch zu machen.“
Diese Leugnung lässt Europa kaum eine Wahl. Der Gesandte erklärte: „Deshalb müssen wir weiterhin einseitige Maßnahmen gegen chinesische Unternehmen und Finanzinstitutionen ergreifen.“
Harte Linie
Die vorherige Maßnahmenrunde zielte auf 56 in China ansässige Technologiezulieferer ab. Peking schlug fast sofort zurück und verbot sieben europäischen Rüstungsunternehmen den Kauf chinesischer Waren.
O’Sullivan sagte Euronews, China spiele in diesem Handelsstreit „Hardball“. Er räumte die Risiken ein und warnte: „Wenn wir Maßnahmen ergreifen, werden sie mit ähnlichen Maßnahmen reagieren.“
Dennoch besteht der Sondergesandte darauf, dass Brüssel handeln werde. Er fügte hinzu: „Es ist jedoch sehr wichtig, eine klare Botschaft zu senden, dass wir wachsam gegenüber Versuchen sind, Sanktionen zu umgehen, und dass wir handeln werden, wenn wir Beweise haben.“
Unruhe auf dem Ölmarkt
Unterdessen ist ein vorgeschlagenes Verbot des Transports von russischem Öl vollständig ins Stocken geraten. Nationen mit großen Schifffahrtsindustrien, wie Griechenland und Malta, lehnen weiterhin strikte Seeverbotsmaßnahmen entschieden ab.
Und da die Straße von Hormus geschlossen ist, sind die globalen Energiemärkte bereits äußerst nervös. O’Sullivan bemerkte: „Es besteht derzeit kein Interesse an zusätzlichen Maßnahmen, die die Situation verschlimmern könnten.“
Beamte wollen stattdessen die aktuelle Ölpreisobergrenze beibehalten. O’Sullivan argumentierte: „Wir sollten die Preisobergrenze nicht auf ein Niveau anheben, das gegenüber Russland übermäßig großzügig wird. Ziel ist es, sie um den aktuellen Schwellenwert von 60 US-Dollar pro Barrel zu halten.“
Ein Sinneswandel
Es gibt einen potenziellen Durchbruch. Digi24 berichtet, dass Ungarns neuer Premierminister Péter Magyar offen für eine Schwarze Liste des russischen Patriarchen Kirill zu sein scheint.
Der frühere Staatschef Viktor Orbán hatte diesen Schritt zuvor blockiert. O’Sullivan bleibt hinsichtlich der Veränderung vorsichtig optimistisch.
Er merkte an: „In der Vergangenheit hat Ungarn mehrere Vorschläge zur Sanktionierung von Entitäten oder Einzelpersonen blockiert. Wir werden sehen, wie sehr sich diese Position geändert hat.“
Quellen: Euronews, Digi24