Startseite Krieg „Wissenschaftlicher“ russischer Bericht warnt vor Kolonisierung Russlands bis 2050

„Wissenschaftlicher“ russischer Bericht warnt vor Kolonisierung Russlands bis 2050

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Der Bericht skizziert ein gutes, ein fortlaufendes und ein schlechtes Zukunftsszenario.

Zwei prominente russische Persönlichkeiten haben auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg, auch bekannt als „Putins Davos“, soeben bemerkenswerte Zukunftsszenarien für die Nation vorgestellt.

Während einer Präsentation stellten der Oligarch Konstantin Malofejew und der Philosoph Alexander Dugin mehrere detaillierte Pläne vor.

Laut der russischen Wirtschaftszeitung Kommersant bezeichnete Malofejew die Präsentation als einen „wissenschaftlichen Bericht, der von einer ganzen Gruppe von Experten erstellt wurde“.

Die Vortragenden unterteilten ihre Prognosen in positive, negative und Fortsetzungsszenarien. In ihrer Best-Case-Vision für 2036 würden russische Streitkräfte große ukrainische Städte wie Kiew, Odessa und Charkiw erfolgreich einnehmen.

Sie sagten auch voraus, dass die Europäische Union bis zum selben Jahr vollständig zusammenbrechen würde.

Das Worst-Case-Szenario hingegen sähe die Zerschlagung Russlands als Nation vor.

Extreme nukleare Warnungen

Der Worst-Case-Verlauf beinhaltet eine totale militärische Niederlage in der Ukraine, gefolgt vom NATO-Beitritt Kiews und dem Verlust des gesamten regionalen Einflusses Russlands.

Bis 2050 warnt dieses Szenario davor, dass externe Mächte das Land effektiv kolonisieren würden.

Der mittlere Pfad enthält jedoch die alarmierendste Prognose. Wenn sich der Konflikt im aktuellen Tempo einfach hinzieht, legt der Bericht nahe, dass Russland auf den Einsatz von Atomwaffen zurückgreifen könnte.

Dies signalisiert der Welt im Grunde, dass der Kreml gewinnen muss, andernfalls könnte ein Atomkrieg folgen.

Dugin merkte an, dass sein Thinktank, das Tsargrad-Institut, diese Ideen bereits mit Militärführern an der Generalstabsakademie geteilt habe. Die Gruppe plant, den vollständigen Bericht bis Ende 2026 zu veröffentlichen.

Ein cleverer Schutzschild

Das Institute for the Study of War (ISW) merkt an, dass Malofejew dem Kreml nahesteht und Dugin als Ultranationalist gilt.

Dugin ist auch als „Putins Gehirn“ bekannt, da seine philosophischen Ansichten den russischen Präsidenten maßgeblich beeinflusst haben sollen.

Das ISW glaubt, dass diese extremen Ideen der aktuellen Regierung tatsächlich einem politischen Zweck dienen könnten. Indem der Kreml Hardlinern erlaubt, solch radikale Szenarien zu äußern, kann er Präsident Wladimir Putin im Vergleich ruhig und moderat erscheinen lassen.

Der Thinktank legt jedoch auch nahe, dass die russische Regierung einen schmalen Grat beschreiten muss. Putin ist stark auf die Unterstützung dieser leidenschaftlichen Hardliner angewiesen, um die Kriegsanstrengungen aufrechtzuerhalten. Er kann ihre radikalen Forderungen nicht einfach abtun, ohne deren entscheidende Unterstützung zu riskieren.