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Kreml-unterstützte MAX-App aus dem App Store entfernt

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miss.cabul / Chebotaeva Ekaterina / Shutterstock.com

Sie wurde zuvor als „Spyware“ gekennzeichnet.

Seit der Intensivierung seiner Blockade von Apps wie Telegram und WhatsApp hat der Kreml versucht, die russische Öffentlichkeit dazu zu drängen, stattdessen die staatlich geförderte MAX-App für die Kommunikation zu nutzen.

Der App wird vorgeworfen, russischen Sicherheitsbehörden direkten Zugriff auf alle über die Plattform gesendeten Daten zu ermöglichen, was Bedenken hinsichtlich des Risikos einer Massenüberwachung auslöst.

Behörden haben Smartphone-Hersteller gezwungen, MAX seit Ende 2025 auf allen neuen in Russland verkauften Geräten vorzuinstallieren, doch dieser offizielle Vorstoß ist nun auf erheblichen Widerstand gestoßen.

Ein plötzliches Verschwinden

The Moscow Times berichtete am 3. Juni, dass Apple die MAX-App aus dem App Store entfernt habe, wodurch neue Downloads der vom Kreml beworbenen Anwendung sofort unterbunden wurden.

Unterdessen bestätigte VK, der staatlich kontrollierte Technologiekonzern, der die Plattform entwickelt hat, die plötzliche Entfernung.

In einer offiziellen Erklärung versuchte das Unternehmen, besorgte Nutzer zu beruhigen. „MAX bestätigt, dass die Messenger-Anwendung derzeit im App Store nicht verfügbar ist“, erklärte das Unternehmen.

Es fügte hinzu: „Die bereits auf den Telefonen der Nutzer installierte Anwendung wird wie gewohnt weiter funktionieren.“

Vertreter der App gaben an, sie hätten Apple um Klärung gebeten und arbeiteten „an einer schnellen Lösung“. Vorerst raten sie den Nutzern, die Software aus alternativen Quellen herunterzuladen.

Spione im Code

Ende April kennzeichnete der Websicherheitsanbieter Cloudflare die Anwendung als Spyware, entfernte die Kennzeichnung jedoch einige Tage später wieder.

Laut dem Technologieportal Tech Talk wurde diese Sicherheitskennzeichnung durch mehrere Systemfehler und fehlgeschlagene URL-Prüfungen ausgelöst.

Das Presseteam der App führte das Problem auf ein einfaches technisches Missverständnis bezüglich der Webanalyse zurück, doch tiefere Bedenken hinsichtlich der Plattform kursieren bereits seit Monaten.

Unabhängige technische Bewertungen des Softwarecodes enthüllten zuvor versteckte Funktionen, die Audio über Mikrofone aufzeichnen, Kontaktlisten sammeln und Nachrichten stillschweigend löschen könnten.

Wachsende digitale Mauern

Die Entfernung verdeutlicht die wachsende Reibung zwischen Apple und Russlands staatsnahem Technologiesektor. Der Konflikt scheint sich zu verschärfen. Nur wenige Wochen zuvor hatte Apple eine weitere mit VK verbundene Anwendung namens Telega nach Sicherheitswarnungen entfernt.

Für lokale Nutzer, die weniger Auswahlmöglichkeiten als zuvor haben, steht viel auf dem Spiel. Die russischen Behörden blockierten die beliebte globale App WhatsApp im Februar 2026 und zwangen viele Bürger, auf staatlich genehmigte Plattformen auszuweichen.