Das jüngste getötete Opfer war zwei Tage alt.
Wenn eine Nation in den Krieg zieht, werden die hohen Kosten oft an zerstörter Infrastruktur, verlorenen Gebieten und der Zahl der Opfer auf dem Schlachtfeld gemessen.
Doch der wahre Schaden eines jeden größeren Konflikts lässt sich weder auf einer Karte erkennen noch in einer Finanzbilanz aufschlüsseln. Stattdessen entfaltet sich die eigentliche Tragödie in den stillen Räumen des Alltags.
Hunderte Kinder verloren
In einem Beitrag auf X erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass seit Beginn der großangelegten Invasion im Februar 2022 mindestens 707 Kinder von russischen Streitkräften getötet und 2.548 weitere verletzt worden seien.
„Jeder Tod ist ein Kind, dem die Zukunft genommen wurde. Russland muss für diese Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden“, schrieb Selenskyj auf X.
Der Artikel wird unterhalb fortgesetzt.
Spurlos verschwunden
In einem weiteren Beitrag auf X erklärte der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinets, dass mindestens 2.318 Kinder weiterhin vermisst würden.
„Die tatsächlichen Zahlen könnten viel höher sein, da wir die volle Wahrheit über das Geschehene in den vorübergehend besetzten Gebieten noch nicht kennen. Zudem seien Tausende unserer Kinder nach Russland deportiert oder zwangsweise umgesiedelt worden“, sagte Lubinets.
Die Gewalt hat keine Altersgruppe verschont. In einem verheerenden Fall im Jahr 2023 starb ein zwei Tage altes Baby, als die Geburtsstation eines Krankenhauses bei einem russischen Bombardement getroffen wurde.
Der Artikel wird unterhalb fortgesetzt.
Deportation kommt einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleich
Zu den oben genannten erschreckenden Zahlen kommen die von Russland entführten ukrainischen Kinder hinzu.
Im März berichtete die BBC, dass die Ukraine angibt, fast 20.000 ukrainische Kinder seien illegal nach Russland und Belarus verbracht worden.
Die UN-Kommission hatte zu diesem Zeitpunkt mehr als 1.200 Fälle identifiziert, und laut einem UN-Bericht kommt die russische Deportation ukrainischer Kinder einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleich.
Moskau hat jegliches Fehlverhalten wiederholt bestritten und behauptet, die betreffenden Kinder seien tatsächlich aus einer Kriegszone gerettet worden.
