Ein Team bei der bevorstehenden Weltmeisterschaft muss auf einen Spieler verzichten.
Die Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft laufen bereits in drei Gastgeberländern.
Für einen internationalen Fußballstar könnte der Weg auf den Platz jedoch zunächst eine Hürde bei der Flughafensicherheit bedeuten.
Der Schweizer Stürmer Breel Embolo sah sich unerwarteter Reiseunsicherheit gegenüber, nachdem US-Behörden seine zuvor genehmigte Reisegenehmigung plötzlich einer Überprüfung unterzogen hatten. Dies lenkt die Aufmerksamkeit erneut auf die Regeln für Spieler und Fans, die zur Weltmeisterschaft 2026 reisen.
Unerwartete Reisekomplikation
Die Schweizer Nationalmannschaft bereitete sich auf bevorstehende Verpflichtungen in Nordamerika vor, als die Verantwortlichen eine unerwartete Mitteilung zu Embolos Reisestatus erhielten.
Nach Angaben des Schweizerischen Fußballverbands war seine Einreisegenehmigung für die Vereinigten Staaten zunächst genehmigt worden, bevor sie unerwartet für eine weitere Überprüfung markiert wurde.
„Leider kann Breel Embolo derzeit nicht mit der Mannschaft in die Vereinigten Staaten reisen“, erklärte der Verband gegenüber der BBC.
Verbandsvertreter fügten später hinzu: „Seine ESTA-Genehmigung war bis heute Morgen genehmigt. Um 10:30 Uhr wurden wir jedoch darüber informiert, dass sein ESTA-Antrag einer weiteren Überprüfung unterzogen wurde.“
Behörden und Teamvertreter arbeiten seitdem an der Lösung der Situation, in der Hoffnung, dass der Stürmer seinen Teamkollegen bald beitreten kann.
Welche Regeln gelten für WM-Besucher?
Der Fall hat auch die Aufmerksamkeit auf die Einreisebestimmungen gelenkt, denen Tausende von Spielern, Mitarbeitern und Fans gegenüberstehen, die das Turnier besuchen wollen.
Viele Reisende können über das Elektronische System zur Reisegenehmigung, allgemein bekannt als ESTA, in die Vereinigten Staaten einreisen.
Das Programm ermöglicht berechtigten Besuchern aus teilnehmenden Ländern die Einreise in die USA zu touristischen Zwecken, ohne ein traditionelles Visum beantragen zu müssen, sofern ihr Aufenthalt innerhalb bestimmter Grenzen bleibt.
Reiseexperten weisen jedoch darauf hin, dass sich die Berechtigung ändern kann und Reisende angehalten sind, die offiziellen Richtlinien vor der Reiseplanung zu prüfen.
Alternative Reisewege verfügbar
Fans, die ein traditionelles Besuchervisum benötigen, müssen möglicherweise längere Wartezeiten in Kauf nehmen.
Je nach Standort und Nachfrage können die Termine von wenigen Tagen bis zu vielen Monaten reichen.
Die FIFA hat zudem ein spezielles System für Ticketinhaber eingeführt.
Bekannt als FIFA Pass, hilft das Programm bestimmten Besuchern, bevorzugte Termine für Visaanträge zu erhalten, nachdem sie Tickets über die offiziellen Kanäle der FIFA erworben haben.
Einschränkungen bleiben bestehen
Reiserichtlinien, die unter Präsident Donald Trump eingeführt wurden, haben ebenfalls zusätzliche Komplikationen für Bürger mehrerer Länder geschaffen.
Aktuelle Beschränkungen betreffen eine Reihe von Nationen, die mit der Weltmeisterschaft verbunden sind, darunter Iran, Haiti, die Elfenbeinküste und Senegal.
Zusätzliche Beschränkungen gelten für mehrere andere Länder, was die Reiselandschaft vor dem Turnier komplexer gestaltet.
Die Schweiz gehört nicht zu den betroffenen Ländern, was Embolos Situation besonders ungewöhnlich macht.
Kamerun, wo der Stürmer geboren wurde, ist ebenfalls nicht auf den aktuellen Beschränkungslisten aufgeführt.
Ein Turnier wie kein anderes
Die Weltmeisterschaft 2026 wird die größte Ausgabe in der Geschichte des Wettbewerbs sein, mit 48 Nationalmannschaften, die sich auf die Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko verteilen.
Für die meisten Spieler umfassen die Vorbereitungen Taktik, Trainingseinheiten und Reiseplanung.
Für Embolo ist, zumindest im Moment, eine unerwartete Überprüfung der Dokumente Teil der Reise geworden, während das größte Fußballturnier näher rückt.