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Ivanka Trump tritt mit neuer Idee in die Fußstapfen ihres Vaters Donald – und erntet scharfe Kritik

Ivanka Trump tritt mit neuer Idee in die Fußstapfen ihres Vaters Donald – und erntet scharfe Kritik
mark reinstein/Shutterstock

Der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom kritisierten Stamm.

Versteckt in der Adria liegt eine Insel, von der bis vor Kurzem nur wenige Menschen gehört hatten.

Nun ist die Insel Sazan zum Mittelpunkt einer hitzigen politischen und Umweltdebatte geworden, nachdem Ivanka Trump und Jared Kushner Pläne für ein Luxusprojekt im geschätzten Wert von 1,4 Milliarden US-Dollar vorgestellt haben.

Befürworter sehen darin eine Chance. Kritiker hingegen sehen eine Bedrohung für eines der empfindlichsten Naturgebiete Albaniens, wie Unilad berichtet.

Eine ehemalige Militärbasis mit neuer Zukunft

Im Podcast Founders beschrieb Ivanka Trump das Ausmaß des Projekts, das sie gemeinsam mit ihrem Ehemann verfolgt.

„Ich arbeite an einem unglaublichen Projekt mit meinem Ehemann im Mittelmeerraum“, sagte sie.

Das Projekt konzentriert sich auf die Insel Sazan, eine ehemalige Militäranlage aus dem Kalten Krieg vor der Küste Albaniens. Die albanischen Behörden erteilten Ende 2024 eine vorläufige Genehmigung für die Entwicklung, wobei die Beamten sich das Recht vorbehielten, diese Genehmigung zu einem späteren Zeitpunkt zu widerrufen.

Frühen Plänen zufolge könnte die Insel schließlich Luxusvillen, Hotels und gehobene Freizeiteinrichtungen beherbergen, die sich in die umliegende Landschaft einfügen sollen.

Ivanka Trump erklärte, dass das Paar die Insel erstmals vor Jahren entdeckte, als es mit Freunden durch die Region segelte.

Was als Besuch eines abgelegenen Küstenabschnitts begann, entwickelte sich später zu einem großen Investitionsvorschlag.

„Wir haben die Möglichkeit entwickelt, ihr Potenzial zu verwirklichen und sie zu transformieren“, sagte sie.

Sie betonte zudem, dass das Projekt mit Zurückhaltung umgesetzt werden solle, und argumentierte, dass die natürliche Schönheit der Insel im Mittelpunkt des Designs bleiben müsse.

Umweltbedenken lösen Proteste aus

Der Widerstand gegen das Bauvorhaben ist in ganz Albanien stetig gewachsen.

Umweltgruppen haben gewarnt, dass Bauarbeiten geschützte Wildtierlebensräume und empfindliche Ökosysteme entlang der Adriaküste beeinträchtigen könnten.

Tausende Demonstranten haben an Protesten in Tirana teilgenommen, viele trugen Schilder und Pappflamingos, die Zugvogelarten repräsentierten, welche auf die Region angewiesen sind.

Weitere Demonstrationen fanden vor Regierungsgebäuden statt, während Aktivisten die Bemühungen kritisierten, Teile des Gebiets für zukünftige Bauarbeiten vorzubereiten.

Regierung sieht wirtschaftliches Potenzial

Der albanische Premierminister Edi Rama hat die Investition begrüßt und sieht darin eine Chance, den Tourismus anzukurbeln und internationales Kapital anzuziehen.

Befürworter argumentieren, dass Projekte dieser Größenordnung Arbeitsplätze schaffen und Albanien als bedeutenderes Reiseziel auf dem mediterranen Reisemarkt positionieren könnten.

Kritiker halten jedoch entgegen, dass wirtschaftliche Gewinne nicht auf Kosten geschützter Landschaften und des öffentlichen Zugangs zu Küstengebieten gehen sollten.

Während die Planungen fortgesetzt werden, ist die Insel Sazan zum jüngsten Schlachtfeld in einer breiteren Debatte über Entwicklung, Naturschutz und die Frage geworden, wie weit Regierungen gehen sollten, wenn sie um große ausländische Investoren werben.