Ein geplantes Rechenzentrum in der Nähe des Nashville Zoo hat heftigen Widerstand ausgelöst. Mehr als 360.000 Menschen haben Bedenken hinsichtlich der möglichen Auswirkungen auf die Tiere und die umliegenden Gemeinden geäußert.
Ein geplantes Rechenzentrum in der Nähe des Nashville Zoo hat in Tennessee massiven Widerstand ausgelöst. Der Widerstand gegen die Baupläne ist deutlich gewachsen, und eine große Petition hat inzwischen mehr als 360.000 Unterstützer gesammelt.
Kritiker befürchten, dass die Anlage sowohl die Tiere des Zoos als auch die umliegenden Wohngebiete beeinträchtigen könnte. Zu den Gegnern gehören neben Anwohnern auch der Country-Musikstar Brad Paisley, der sich über Instagram zu Wort gemeldet hat.
Der Entwickler DC BLOX weist diese Bedenken zurück und betont laut People, dass das Unternehmen die Anlage ohne negative Auswirkungen auf die Umgebung betreiben könne.
Sorge um die Tiere
Eine der prominentesten Stimmen in der Debatte ist Rick Schwartz, Geschäftsführer des Nashville Zoo. Lokalen Medien zufolge hält er den Standort aufgrund der Nähe der Anlage zum Zoo für problematisch.
Nach Angaben von Schwartz könnten sowohl Lärm als auch künstliche Beleuchtung für einige der empfindlichsten Tiere des Zoos problematisch sein. Dazu gehören Nebelparder, eine Art, die der Zoo seit vielen Jahren erfolgreich züchtet.
„Es muss einen besseren Ort dafür geben als direkt neben der größten Attraktion, die sich auf Tiere und Kinder konzentriert“, sagte Schwartz laut People.
Anwohner schließen sich zusammen
Einer der Initiatoren der Proteste ist der Anwohner Drew Small, der sich seit der Bekanntgabe der Pläne aktiv mit dem Thema beschäftigt. Small gründete die Website NoNewDataCenters.com und half bei der Organisation der Proteste.
Er ist der Ansicht, dass der Öffentlichkeit noch immer Antworten auf zentrale Fragen zu den Umwelt- und Infrastrukturfolgen des Projekts fehlen. Deshalb ruft er die Bürger dazu auf, sich am öffentlichen Beteiligungsverfahren zu beteiligen.
Gleichzeitig haben zwei Mitglieder des Nashville Metro Council einen vorübergehenden Stopp neuer Rechenzentrumsprojekte vorgeschlagen, während die Vorschriften und Bebauungsregeln der Stadt überprüft werden, berichtet People.
Unternehmen verteidigt das Projekt
DC BLOX betont, dass das Unternehmen bereits Rechenzentren an anderen Standorten im Südosten der Vereinigten Staaten betreibt. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen Gespräche sowohl mit der örtlichen Gemeinschaft als auch mit dem Nashville Zoo aufgenommen.
Laut dem Unternehmen wird das Projekt alle geltenden Umweltauflagen erfüllen. Zudem verweist es auf technische Maßnahmen, die darauf ausgelegt sind, die Auswirkungen der Anlage auf die Umgebung während des Betriebs zu minimieren.
Die Pläne werden nun von der Planungskommission geprüft. Das Ergebnis könnte laut People sowohl für das konkrete Projekt als auch für zukünftige Rechenzentrumsentwicklungen in Nashville von Bedeutung sein.
Quelle: People