Die Planung eines Urlaubs bedeutet oft, sich durch ein Labyrinth aus versteckten Fluggebühren und stressigen Flughafenregeln zu kämpfen.
Nach jahrelangen Beschwerden von Passagieren steht eine umfassende Gesetzesreform kurz davor, die gesamte Branche zu verändern, berichtet DR News.
Versteckte Gebühren beenden
Die Buchung eines günstigen Fluges fühlt sich oft wie eine Falle an. Der beworbene Preis sieht fantastisch aus, bis auf der letzten Checkout-Seite massive Gebühren allein für ein kleines Handgepäckstück hinzukommen.
Dieser weit verbreitete Frust wird laut DR News bald verschwinden.
Eine neue Vereinbarung der Europäischen Union zwingt Fluggesellschaften, ein Standardhandgepäckstück und einen kleinen persönlichen Gegenstand in den Basisticketpreis aufzunehmen.
Passagiere, die extrem leicht reisen, können weiterhin auf die größere Gepäckfreigrenze verzichten und erhalten dafür einen Rabatt. Letztendlich vereinfacht diese Änderung den Vergleich der tatsächlichen Flugkosten auf verschiedenen Websites erheblich.
Familien sitzen zusammen
Die umfassende Gesetzesreform dauerte über ein Jahrzehnt in der Verhandlung.
Die Europäische Kommission stellte in einer Pressemitteilung fest: „Diese wegweisende Vereinbarung markiert die erste Überarbeitung dieser Regeln seit über zwei Jahrzehnten.“
Eine der beliebtesten Änderungen betrifft die Sitzplatzregelungen im Flugzeug. Eltern, die mit Kindern unter 14 Jahren reisen, erhalten automatisch zusammenhängende Sitzplätze, ohne zusätzliche Gebühren zahlen zu müssen.
Die gleiche kostenlose Sitzplatzgarantie gilt für schwangere Frauen und Passagiere mit eingeschränkter Mobilität, bestätigte das Europäische Parlament.
Kleine Fehler korrigieren
Eine weitere mit Spannung erwartete Änderung betrifft einfache Tippfehler bei der Buchung.
Derzeit kann das falsche Schreiben eines zweiten Vornamens oder das schnelle Ausfüllen eines Online-Formulars Hunderte kosten, um es zu korrigieren. Im Rahmen des neuen Regelwerks werden grundlegende Namenskorrekturen auf einem Ticket vollständig kostenlos.
Auch die gefürchtete Rückflugticketfalle verschwindet endgültig.
Wenn ein Passagier den Hinflug einer Reise verpasst, darf die Fluggesellschaft das Rückflugticket nicht mehr automatisch stornieren.
Auch Reisende mit Behinderungen werden erhebliche Verbesserungen erfahren. Die Regeln versprechen einen besseren Schutz für Rollstühle und eine stärkere persönliche Unterstützung bei plötzlichen Reiseunterbrechungen.
Umgang mit erheblichen Verspätungen
Flugausfälle bleiben für alle ein großes Ärgernis. Die Kernentschädigungsbeträge bleiben weitgehend gleich.
Reisende können weiterhin zwischen 250 und 600 Euro für Verspätungen von mehr als drei Stunden beanspruchen, abhängig von der gesamten Flugstrecke.
Fluggesellschaften können die Auszahlung bei den längsten globalen Strecken manchmal halbieren. Dennoch verlagert sich die Kommunikationspflicht endlich auf die Unternehmen.
Fluggesellschaften müssen betroffene Passagiere nun proaktiv innerhalb von 96 Stunden kontaktieren, um genau zu erklären, wie sie ihr Geld beanspruchen können. Die umfassenden neuen Regeln sollen in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 in Kraft treten.