Das Verteidigungsministerium behauptet, aktuelle Pressemitteilungen der USA würden ihre Karten untermauern.
Wenn internationale Spannungen steigen, verlagert sich der Informationskampf oft auf die globale Bühne.
Regierungsmitteilungen und Militärbriefings können sich schnell in einen Schlagabtausch zwischen mächtigen Nationen über hochsensible Informationen verwandeln.
Nun ist eine neue Runde von Anschuldigungen bezüglich geheimer Forschungseinrichtungen aufgetaucht.
Schwere Vorwürfe erhoben
Das russische Verteidigungsministerium hat intensive neue Vorwürfe gegen westliche Nationen erhoben. Geheime Labore, so wird behauptet, hätten gefährliche Experimente direkt vor Russlands Haustür durchgeführt.
Laut TASS erläuterte Generalleutnant Alexey Rtishchev diese Anschuldigungen während eines kürzlichen Militärbriefings und behauptete, die Regierung der Vereinigten Staaten habe mehrere Einrichtungen in der Ukraine direkt finanziert.
Rtishchev erklärte, diese Standorte hätten sich stark auf gefährliche Krankheitserreger konzentriert, anstatt auf lokale medizinische Bedürfnisse. Er argumentierte, die Forschung habe tödliche Krankheiten wie Pest, Anthrax und Ebola umfasst.
„Die Nomenklatur der Krankheitserreger selbst, die nicht den aktuellen Gesundheitsproblemen der Ukraine entspricht, wo ein Anstieg der Inzidenz von Röteln, Diphtherie und Tuberkulose verzeichnet wird, deutet auf Versuche hin, Biowaffenkomponenten in den ukrainischen Biolaboren zu entwickeln“, sagte Rtishchev.
Streng geheime Operationen
Das russische Militär behauptet, die Operationen seien unter strenger Beobachtung aus Washington erfolgt. Sie behaupten, lokale Wissenschaftler hätten nur sehr wenig Einblick in die tatsächlichen Experimente gehabt.
Laut Rtishchev sei die Arbeit unter direkter Koordination der Defense Threat Reduction Agency erfolgt. Er erklärte, die Projekte hätten unter strengster Geheimhaltung stattgefunden.
„Die Arbeit wurde von der Defense Threat Reduction Agency (DTRA) koordiniert, die Forschung erfolgte unter strengster Geheimhaltung mit eingeschränktem Zugang ukrainischer Spezialisten zu Informationen und Räumlichkeiten“, fügte Rtishchev hinzu.
Der General verwies auch auf mehrere amerikanische Ingenieur- und Pharmaunternehmen. Er behauptete, diese Unternehmen hätten als Hauptauftragnehmer für den Bau der Einrichtungen und die Lieferung der Laborausrüstung fungiert.
Streit um Fakten
Russland hat zuvor versucht, diese Dokumente in internationale Foren einzubringen. Das Militär erklärt jedoch, ihre Erkenntnisse seien wiederholt als einfache Propaganda abgetan worden.
Das Verteidigungsministerium behauptet, aktuelle Pressemitteilungen von US-Geheimdiensten würden ihre geografischen Karten tatsächlich untermauern. Westliche Beamte haben diese Behauptungen jedoch konsequent als Desinformationskampagne zurückgewiesen.
Rtishchev bemerkte, dass frühere Versuche, das Thema bei den Vereinten Nationen zu diskutieren, auf sofortigen Widerstand westlicher Länder gestoßen seien.
„Bis zum letzten Moment erhielten wir als Antwort nur Ausreden und Anschuldigungen der Desinformation“, erklärte Rtishchev.
Quellen: TASS