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Forscher auf der Suche nach Noahs Arche erhalten grünes Licht in der Türkei

Noah's Ark sign in Turkey
alex9330 / Shutterstock.com

Eine ungewöhnliche Bergformation steht erneut im Fokus, nachdem Forscher die Genehmigung für neue Feldarbeiten erhalten haben. Die Untersuchung könnte dazu beitragen, einige Behauptungen zu klären, hat jedoch einen jahrzehntealten Streit bislang nicht beigelegt.

Die türkischen Behörden haben Forschern, die mit Noah’s Ark Scans verbunden sind, erlaubt, eine neue Untersuchung der Durupinar-Formation im Osten der Türkei zu beginnen, berichtet der Daily Express.

Die Genehmigung ist bedeutsam, weil Befürworter der Arche-Theorie seit Langem auf Scans, Bodenuntersuchungen und visuelle Vergleiche verweisen. Nun erklärt die Gruppe, sie könne eine systematischere Untersuchung des Gebiets nahe dem Berg Ararat durchführen.

Die Durupinar-Formation hat wegen ihrer langgestreckten, bootähnlichen Form Aufmerksamkeit erregt. Befürworter argumentieren, ihre Proportionen ähnelten der biblischen Beschreibung von Noahs Arche, während Skeptiker sie für eine natürliche Formation halten, die durch geologische Prozesse, Erosion und Bodenbewegungen entstanden ist.

Methoden werden kritisch geprüft

Noah’s Ark Scans erklärt, die Arbeiten würden zerstörungsfreie Bohrungen, Untersuchungen des Untergrunds sowie eine unterirdische Drohne namens „Gopher“ umfassen.

Ziel ist es, gemeldete Hohlräume und strukturähnliche Merkmale zu untersuchen, ohne die Stätte aufzubrechen.

Die Gruppe behauptet, frühere Radaruntersuchungen hätten kantige Strukturen, Hohlräume und tunnelartige Muster unter der Erdoberfläche gezeigt.

Diese Behauptungen bleiben umstritten, und es gibt bislang keinen wissenschaftlichen Konsens auf Grundlage begutachteter Forschung, der die Formation als Noahs Arche identifiziert.

Im Gespräch mit GB News sagte der Forscher Andrew Jones:

„Interessant ist, dass diese Hohlräume unter der Erde in einer Linie angeordnet sind und offenbar nicht zufällig.“

Er fügte hinzu:

„Auch diese Tunnel folgen einem Muster. Bodenradar ist lediglich eine Methode, mithilfe von Radar unter die Erdoberfläche zu blicken.“

Historische Karte entfacht Online-Debatte neu

Das Interesse wurde zudem durch eine Weltkarte aus dem Jahr 1587 neu belebt, die vom italienischen Kartografen Urbano Monte erstellt wurde. Seine gewaltige Planisphäre spiegelte wider, wie Europäer sich die Welt während des Zeitalters der Entdeckungen vorstellten.

Die Karte scheint ein Schiff im Ararat-Gebirge zu zeigen – ein Detail, das einige Arche-Befürworter mit dem Durupinar-Gebiet im Osten der Türkei in Verbindung gebracht haben.

Sie argumentieren, die Darstellung sei bemerkenswert, weil der biblische Bericht die Arche in den „Bergen Ararats“ verorte – eine allgemeinere Bezeichnung als ein einzelner Gipfel.

Der Daily Express berichtet, dass dieses Detail unter Arche-Forschern im Internet weite Verbreitung gefunden habe. Der Kommentator Jimmy Corsetti schrieb:

„Der gleiche Ort wie die Durupinar-Stätte, praktisch exakt die gleiche Länge. Zufall?“

Die Karte stellt jedoch keinen physischen Beweis dar. Sie zeigt allenfalls, dass die Ararat-Region seit Jahrhunderten mit der Geschichte der Arche verbunden wird.

Die Beweislage bleibt unklar

Befürworter verweisen darauf, dass im Buch Genesis von den „Bergen Ararats“ die Rede ist und nicht ausschließlich vom Berg Ararat selbst. Dies lasse Raum für eine weiter gefasste regionale Interpretation.

Diese Unterscheidung ist zentral für die Argumentation jener, die meinen, die Durupinar-Formation dürfe nicht allein deshalb verworfen werden, weil sie nicht am Gipfel des Berges liegt.

Noah’s Ark Scans behauptet außerdem, Unterschiede in der Bodenbeschaffenheit könnten auf verrottetes Holz hindeuten, darunter Abweichungen beim pH-Wert, beim Gehalt an organischem Material und beim Kaliumgehalt.

Kritiker entgegnen, diese Ergebnisse müssten zunächst unabhängig überprüft werden, bevor sie als Beweis für ein begrabenes Schiff gelten könnten.

Die geplanten Untersuchungen könnten dazu beitragen zu klären, ob die Anomalien im Untergrund geologische Merkmale, Messartefakte oder etwas Ungewöhnlicheres sind.

Derzeit verschafft die Genehmigung den Forschern lediglich die Möglichkeit, eine bekannte Behauptung genauer zu prüfen. Sie beweist nicht, dass Noahs Arche gefunden wurde.

Quellen: Daily Express, GB News, Noah’s Ark Scans