Kinder werden entweder nach Hause geschickt oder angewiesen, aufgrund der massiven Hitze überhaupt nicht in der Schule zu erscheinen.
Klassenzimmer in Teilen Englands bleiben diese Woche still, aber nicht wegen eines Feiertags.
Ein außergewöhnlicher Ausbruch sommerlicher Hitze zwingt Schulleiter dazu, den Stundenplan zu überdenken, da die Temperaturen Werte erreichen, die im Vereinigten Königreich selten zu verzeichnen sind.
Wetterexperten warnen, dass Teile des Landes in den kommenden Tagen die 40-Grad-Marke erreichen könnten, was die höchste Hitzewarnstufe auslöst und Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit, Verkehrsbehinderungen und einer Belastung der Krankenhäuser hervorruft.
Rote Warnungen für weite Teile Englands ausgegeben
Das Met Office hat rote Warnungen vor extremer Hitze für weite Teile Süd- und Mittelenglands herausgegeben, die von Mittwoch bis Donnerstag gelten.
Beamte geben an, dass die Temperaturen Werte erreichen könnten, die nahe am britischen Allzeitrekord von 40,3 °C liegen, der während der historischen Hitzewelle im Juli 2022 aufgestellt wurde.
Gesundheitsbehörden haben zudem rote Hitzewarnungen für mehrere Regionen aktiviert, darunter London, der Südosten, der Südwesten, die East Midlands, die West Midlands und Ostengland.
Laut den Prognosen spiegeln die Warnungen Bedingungen wider, die schwerwiegende Auswirkungen auf die gesamte Bevölkerung haben können, nicht nur auf gefährdete Gruppen.
Schulen passen sich steigenden Temperaturen an
Bildungsverantwortliche reagieren auf unterschiedliche Weise.
Laut Express haben mehrere Schulen bereits vorübergehende Schließungen angekündigt, während andere den Schultag verkürzen und Schüler nach Hause schicken, bevor die heißesten Nachmittagstemperaturen eintreten.
Auch Online-Unterricht ist in einigen Gebieten wieder eingeführt worden, da die Verwaltungen nach Wegen suchen, den Bildungsbetrieb aufrechtzuerhalten, ohne Schüler und Personal extremen Bedingungen auszusetzen.
Schulen in Grafschaften wie Berkshire, Surrey, Wiltshire und Greater London gehören zu denen, die diese Woche Anpassungen vornehmen.
Eine von der National Association of Head Teachers herausgegebene Richtlinie fordert Schulleiter auf, die lokalen Bedingungen sorgfältig zu bewerten und Maßnahmen in Betracht zu ziehen, die die Auswirkungen übermäßiger Hitze auf Schüler und Angestellte reduzieren.
NAHT-Generalsekretär Paul Whiteman erklärte: „Obwohl es keine gesetzliche ‚Obergrenze‘ für Temperaturen in Schulen gibt, werden (Schulleiter) sicherlich alles tun, um die Auswirkungen solch hoher Temperaturen zu mildern.“
Kinder sind höheren Risiken ausgesetzt
Regierungsrichtlinien weisen darauf hin, dass Kinder im Allgemeinen anfälliger für hitzebedingte Erkrankungen sind als Erwachsene, was das Temperaturmanagement zu einem wachsenden Anliegen macht, wenn die Temperaturen steigen.
Viele Schulen lockern die Uniformvorschriften und fördern eine zusätzliche Flüssigkeitszufuhr über den Tag verteilt.
Behörden haben traditionell von flächendeckenden Schulschließungen bei heißem Wetter abgeraten, doch das Ausmaß der Prognose hat in mehreren Regionen ungewöhnliche Umstände geschaffen.
Weitreichendere Störungen erwartet
Die Herausforderungen reichen weit über die Schultore hinaus.
Meteorologen und Gesundheitsbehörden warnen, dass Verkehrsnetze mit Verzögerungen rechnen müssen, da die Infrastruktur unter Druck gerät. Auch die Gesundheitsdienste bereiten sich auf eine erhöhte Nachfrage im Zusammenhang mit hitzebedingten Erkrankungen vor.
Großbritannien ist eher an graue Himmel gewöhnt als an Temperaturen, die denen in Teilen Südeuropas nahekommen, was die Prognose besonders bemerkenswert macht.
Für viele Schulen könnten die kommenden Tage weniger von Mathematik und Naturwissenschaften geprägt sein – und mehr davon, genügend Schatten, Wasser und kühle Luft zu finden, um eine der heißesten Perioden zu überstehen, die das Land seit Jahren erlebt hat.