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Putins eigene Geheimdienstchefs setzen ihn unter Druck, enthüllen Insiderquellen

Vladimir Putin, Andrej Belousov
Official website of the President of Russia / Wiki Commons

Der innere Kreis bleibt gespalten, wie weiter zu verfahren sei.

Politische Kampagnen mit hohem Einsatz werden oft im Verborgenen mikrogemanagt, um vollständige Einhaltung zu gewährleisten. Wenn die Räder der Staatsmacht auf unerwartete Hindernisse stoßen, zeigen sich erste Risse in der Fassade.

Die russischen Behörden beteuern offiziell, die bevorstehenden Parlamentswahlen würden genau wie geplant stattfinden. Präsidialsprecher Dmitri Peskow erklärte Reportern entschieden, eine Verschiebung des Septembertermins stehe nicht zur Debatte.

Peskow betonte, die Vorbereitungen für die Wahlen seien im Gange, so die russische Nachrichtenagentur TASS. Das gesamte politische Verfahren sei ursprünglich direkt durch die Entscheidung des Präsidenten eingeleitet worden.

Der Kreml möchte der Außenwelt ein Bild absoluter Stabilität vermitteln. Doch hinter verschlossenen Türen fänden Berichten zufolge ganz andere Gespräche statt.

Panik hinter verschlossenen Türen

Inoffizielle Leaks aus der Verwaltung berichten von wachsender Panik. Laut der unabhängigen Nachrichtenwebsite Meduza wachse der Druck der inländischen Geheimdienste rapide.

Zwei Quellen aus dem Umfeld der Präsidialverwaltung behaupten, die FSB-Führung und Rosgvardiya-Chef Wiktor Solotow versuchten, den Präsidenten umzustimmen. Sie überredeten Wladimir Putin aktiv, die für September 2026 angesetzte Abstimmung zu verschieben.

Die Situation sei möglicherweise noch drastischer als eine bloße Verzögerung. „Gespräche über eine Verschiebung und realistisch über eine Absage in naher Zukunft tauchten bereits im Frühjahr 2026 auf“, berichtete ein interner Informant gegenüber Meduza.

Sinkende Parteiumfragewerte

Die Sicherheitsbeamten, die diese Änderung vorantreiben, argumentieren, eine Verzögerung des Wahlprozesses wäre für das Regime äußerst vorteilhaft. Sie verweisen auf eine sich verschlechternde Wirtschaftslage und die sinkende Unterstützung für die Partei Einiges Russland.

Der innere Kreis bleibt jedoch gespalten, wie weiter zu verfahren sei. Eine Quelle betonte, es sei derzeit kein offizielles Verfahren in Arbeit, um die Wahlurnen rechtlich zu stoppen.

„Es liegen keine Dokumente auf dem Schreibtisch des Präsidenten, und vielleicht werden sie dort auch nie erscheinen“, erklärte die in den Berichten zitierte Quelle laut Meduza.

Vorerst befänden sich die Diskussionen noch in einem sehr frühen Stadium, da der Kreml verschiedene politische Überlebensszenarien teste, um seinen Machterhalt zu sichern.

Quellen: Meduza, TASS, O2