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Selenskyj spottet über Putins 15 verpasste Fristen für die Eroberung des Donezk-Gebiets

Volodomyr Zelenskyy, Vladimir Putin
miss.cabul / Shutterstock.com

Allein im Jahr 2022 setzte der Kreml angeblich fünf verschiedene Fristen.

Wenn sich ein massiver Militärkonflikt über Jahre hinzieht, steigt der Druck, an den Frontlinien Ergebnisse zu erzielen.

Führungspersönlichkeiten setzen oft auf strikte Zeitvorgaben, um ihre Truppen voranzutreiben, doch diese Ziele können leicht verfehlt werden.

Der Kampf um die Ostukraine bleibt der intensivste Brennpunkt des Krieges. Tägliche Angriffe setzen der Region weiterhin schwer zu. Laut der offiziellen Website des ukrainischen Präsidenten sehen sich die örtlichen Streitkräfte einer unerbittlichen Angriffswelle gegenüber.

Doch Moskau verfehlt seine Ziele immer wieder. Präsident Wolodymyr Selenskyj wies in seiner Rede vom 29. Juni auf dieses Muster hin. Er stellte fest, dass der Kreml seine Ziele ständig verschiebt.

„Es genügt, nur eine Tatsache zu nennen: Seit Beginn des umfassenden Krieges wurden der russischen Armee bereits 15 Fristen für die Einnahme unserer Region Donezk gesetzt. Die politische Führung Russlands befindet sich ständig im Irrglauben bezüglich des Donbas. Bereits 15 Mal hatten sie diese Wahnvorstellung, als ob sie den Donbas vollständig einnehmen würden“, sagte Selenskyj laut United24 Media.

Verschobene Zielvorgaben

Der Zeitplan zeigt eine Geschichte voller Verzögerungen. Moskau setzte im Jahr 2022 fünf verschiedene Fristen, zwei im Jahr 2023 und zwei weitere im Jahr 2024. Für 2025 setzten die russischen Führungskräfte drei weitere Fristen, während sie versuchten, US-Präsident Donald Trump davon zu überzeugen, dass die ukrainischen Verteidigungslinien kurz vor dem Zusammenbruch stünden.

Nun wurde das Ziel auf den 31. Dezember verschoben. Selenskyj warnte, dass weitere Verzögerungen nur noch mehr russische Leben kosten würden, während der Konflikt weiterhin einen hohen Tribut fordert.

Kürzlich kam es erneut zu Tragödien durch neue russische Angriffe. Die offizielle Website des ukrainischen Präsidenten berichtete über tödliche Angriffe auf öffentliche Verkehrsmittel in Saporischschja sowie über schweren Beschuss in Cherson und Charkiw.

Gegenangriffe

Doch Kiew schlägt zurück. Systematische Gegenmaßnahmen haben tief in Russland Treibstoffengpässe ausgelöst und zwingen Autofahrer, lange für Benzin anzustehen. Das steht in deutlichem Kontrast zu Moskaus Behauptung, die Invasion werde nur drei Tage dauern.

Um den Druck aufrechtzuerhalten, stützt sich die Ukraine auf ihre Verbündeten. Selenskyj traf sich kürzlich in Kiew mit dem dänischen Verteidigungsminister Jeppe Bruus, um ein Drohnenabkommen abzuschließen und Dänemarks 30. Militärhilfspaket zu sichern.