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Peter Thiel sagt, der Papst „arbeitet für die chinesischen Kommunisten“

Peter Thiel
mark reinstein / Shutterstock.com

Der milliardenschwere Investor Peter Thiel hielt in Aspen eine äußerst provokante Rede, in der er den Papst beschuldigte, chinesische Interessen zu fördern, und gleichzeitig vor einer sozialistischen Übernahme in der amerikanischen Politik warnte.

Der milliardenschwere Investor Peter Thiel hat gerade eine Reihe explosiver Warnungen über die Zukunft der globalen Technologie abgegeben. Während einer Podiumsdiskussion auf dem Aspen Ideas Festival nahm der Palantir-Mitbegründer den Vatikan direkt ins Visier. Einem Bericht von CNN zufolge beschuldigte Thiel Papst Leo XIV. bizarrerweise, als „chinesischer kommunistischer Agent“ zu agieren.

Die Kontroverse geht auf die jüngste Enzyklika des Papstes zurück, in der strenge internationale Vorschriften für künstliche Intelligenz gefordert werden. Thiel argumentierte, dass diese religiösen Warnungen amerikanische Entwickler im globalen Technologie-Wettlauf nur verlangsamen werden. Da Peking den Vatikan bekanntermaßen ignoriert, behaupte er, dass dieser moralische Kreuzzug China versehentlich einen strategischen Sieg beschere.

Das Publikum in Aspen reagierte Berichten zufolge mit fassungslosem Lachen auf diese wilde Charakterisierung des in den USA geborenen Papstes. Die Reibereien des Tech-Moguls mit der katholischen Kirche brauen sich jedoch schon seit geraumer Zeit zusammen. Erst vor wenigen Monaten hielt er in Rom äußerst umstrittene Vorträge über den Antichristen und existenzielle technologische Bedrohungen.

Vorhersage eines radikalen Wandels in der amerikanischen Politik

Jenseits des Vatikans äußerte Thiel düstere Prognosen für die unmittelbare Zukunft der amerikanischen politischen Institutionen. Er warnte das Publikum, dass derzeit eine „demokratisch-sozialistische Übernahme“ durch die Demokratische Partei fege. Der Milliardär verwies auf die jüngsten progressiven Siege bei lokalen Bürgermeisterwahlen als Beweis für diesen radikalen Wandel.

Thiel argumentierte, dass dieser ideologische Schwenk eine existenzielle Bedrohung für das demokratische Fundament der Nation darstelle. Überraschenderweise tat er die Republikanische Partei als die „unwichtigere“ Fraktion in diesem breiteren Kulturkampf ab. Stattdessen behauptete er, wenn die Demokratische Partei vollständig dem Sozialismus verfalle, sei das ganze Land am Ende.

Anschließend ging er zu einer höchst unorthodoxen Interpretation der Amerikanischen Revolution über, um sein Misstrauen gegenüber Institutionen zu rechtfertigen. Thiel stellte die historische Rebellion nicht als Kampf gegen einen König, sondern gegen ein totalitäres Parlament dar. Er argumentierte, dass moderne Bürokratien wie die Europäische Union alltägliche Bürger wie hirnlose Videospielcharaktere behandeln.

Die Macht des tiefen Staates und der Tech-Monopole

Das Gespräch drehte sich schließlich um Palantir und seine massiven Bundesverträge mit dem amerikanischen Sicherheitsapparat. Trotz staatlicher Aufträge in Milliardenhöhe bestand Thiel darauf, dass sein Softwareunternehmen nicht heimlich mit dem „tiefen Staat“ verschmolzen sei. Er betonte, dass die Macht in den Vereinigten Staaten zwischen Tech-Giganten und Washingtoner Bürokraten relativ verteilt bleibe.

Er warnte jedoch davor, dass diese verteilte Macht leicht von konkurrierenden Unternehmen für künstliche Intelligenz als Waffe eingesetzt werden könnte. Thiel verbreitete die haltlose Verschwörungstheorie, dass das KI-Unternehmen Anthropic plant, die Präsidentschaftswahlen 2028 zu manipulieren. Er behauptete, ihre fortschrittlichen Algorithmen könnten Elon Musks ideologische Bemühungen auf seinen Social-Media-Plattformen leicht überlisten.

Schließlich verteidigte Thiel den Namensgeber seines Unternehmens, der von den magischen sehenden Steinen in Tolkiens Fantasy-Universum stammt. Kritiker weisen oft darauf hin, dass die fiktiven Palantíri letztendlich vom dunklen Lord Sauron zur Manipulation eingesetzt wurden. Thiel tat diese literarischen Kritiken süffisant ab und merkte an, dass die Guten die Steine tatsächlich nutzten, um zu gewinnen, womit er einen völligen Mangel an literarischer Kompetenz bezüglich des Tolkien-Universums an den Tag legte.