Präsident Donald Trump verband patriotische Würdigungen mit parteipolitischen Botschaften, als er den 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit bei einer Feier in Washington beging, die kurzzeitig durch Unwetter unterbrochen wurde.
Präsident Donald Trump hat den 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit mit einer Rede begangen, die Würdigungen der Geschichte des Landes und seiner Militärveteranen mit kampagnenähnlichen politischen Botschaften verband. Damit wich er vom traditionell versöhnlichen Ton früherer Ansprachen zum Unabhängigkeitstag ab.
Wie die Associated Press (AP) berichtet, wurde die Veranstaltung in Washington zunächst kurzzeitig durch Unwetter unterbrochen, bevor sie auf der National Mall im Rahmen der landesweiten Feierlichkeiten fortgesetzt wurde.
Patriotische Zeremonie
Trump bezeichnete das Jubiläum als „einen der freudigsten und glorreichsten Meilensteine aller Zeiten“ und ehrte Militärveteranen, darunter Veteranen des Zweiten Weltkriegs sowie einen der ersten schwarzen Offiziere, der während des Vietnamkriegs ein Special-Forces-Team im Kampfeinsatz führte.
AP berichtete, dass bei der Zeremonie historische US-Flaggen gezeigt wurden, darunter eine, die den Sarg Abraham Lincolns bedeckte, sowie eine weitere, die an Bord des Flugzeugs der Gebrüder Wright mitgeführt worden war.
Zu der Veranstaltung gehörten außerdem Auftritte von Lee Greenwood und anderen Künstlern, die regelmäßig bei Trumps Wahlkampfveranstaltungen auftreten.
Politische Botschaften
Neben der Würdigung der amerikanischen Geschichte warb Trump auch für mehrere politische Vorhaben, darunter den SAVE America Act, die Unterstützung des Second Amendment sowie erneute Kritik am Kommunismus – Themen, die im Vorfeld der anstehenden Zwischenwahlen eine wichtige Rolle spielen dürften.
Laut AP scherzte Trump zudem darüber, für eine dritte Amtszeit zu kandidieren, bevor er die Generation des Zweiten Weltkriegs als „die größte Generation“ würdigte.
Die Veranstaltung wurde überwiegend von Gruppen organisiert, die dem Weißen Haus nahestehen, und nicht von der überparteilichen Kommission, die der Kongress ursprünglich mit der Organisation der Jubiläumsfeierlichkeiten beauftragt hatte.
Hitze beeinträchtigt Feierlichkeiten
Extreme Hitze und Unwetter beeinträchtigten die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag in Teilen der Vereinigten Staaten und führten in mehreren Städten zu vorübergehenden Evakuierungen und Absagen.
AP berichtete, dass die Feierlichkeiten in Washington, Boston, Philadelphia, Hartford und Teilen Pennsylvanias gestört wurden. New York hielt dagegen an seinem Programm fest, darunter eine Parade großer Segelschiffe, militärische Überflüge und Flugvorführungen über dem Hafen von New York.
Trotz des Wetters versammelten sich im ganzen Land große Menschenmengen, um den Jahrestag zu feiern. Die Veranstaltungen reichten von Einbürgerungszeremonien auf George Washingtons Landsitz Mount Vernon bis hin zu lokalen Feierlichkeiten und Feuerwerken.
Quellen: Associated Press