Startseite Welt Trump verzichtet nach Iran-Drohung auf „gefährliche“ neue Air Force One

Trump verzichtet nach Iran-Drohung auf „gefährliche“ neue Air Force One

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Foto X/@EricLDaugh

Die Gefahr war spürbar.

Die Verlegung eines Staatsoberhauptes rund um den Globus erfordert eine massive logistische Planung.

Sicherheitsprotokolle erfordern üblicherweise monatelange intensive Vorbereitung. Wenn sich ein geplanter Reiseplan in letzter Minute plötzlich ändert, stellen Beobachter sofort Fragen.

**Ein plötzlicher Flugzeugwechsel**

Donald Trump nahm kürzlich an einem wichtigen NATO-Gipfel in der Türkei teil. Als der Präsident am Montag in Ankara ankam, stieg er aus einem brandneuen Flugzeug. Der Luxusjet war ein jüngstes Geschenk der Regierung von Katar.

Seine Abreise sah jedoch ganz anders aus. Laut The New York Times verließ Trump die Hauptstadt am Mittwoch mit einer älteren Version der Air Force One.

Dieser plötzliche Fahrzeugwechsel löste Gerüchte aus. Sicherheitsexperten wiesen schnell auf potenzielle Schwachstellen des geschenkten Flugzeugs hin.

**Fehlende Sicherheitsmerkmale**

Anonyme Quellen teilten der amerikanischen Zeitung mit, dass dem neueren Flugzeug entscheidende Verteidigungswerkzeuge fehlten.

Diese Sicherheitsmerkmale seien beim traditionellen Jet Standard. Aufgrund dieser fehlenden Upgrades habe der Secret Service Trump Berichten zufolge geraten, mit dem älteren Flugzeug abzufliegen.

Die Region bleibt äußerst volatil. Amerikanische Streitkräfte nahmen kürzlich Luftangriffe gegen Iran wieder auf, was eine angespannte Atmosphäre für den Besuch schuf.

Der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Steven Cheung, äußerte sich in einer offiziellen Erklärung zu dem Wechsel. Er verteidigte den neuen Jet und bemerkte, dass dieser „hochrangige Sicherheitsprotokolle aufweise, die die Sicherheit des Präsidenten und seines Personals gewährleisten“.

**Taktiken und Ziele**

Cheung deutete auch eine bewusste strategische Verwirrung an.

„Wie der Präsident kürzlich sagte, gibt es viele Feinde Amerikas, die es auf ihn abgesehen haben, und wir nutzen jedes uns zur Verfügung stehende Mittel, einschließlich Ablenkung und Irreführung, um diesen Bedrohungen zu begegnen“, erklärte er.

Trump widersprach der offiziellen Sicherheitsdarstellung. Er behauptete, er habe das neue Flugzeug vorausgeschickt, damit amerikanische Truppen, die im Vereinigten Königreich stationiert seien, es bewundern könnten.

Er bestand darauf, er habe das ältere Flugzeug lediglich „aus alter Verbundenheit“ genommen, obwohl sich sein Ton während des Fluges änderte.

**Ein gefährlicher Flug**

Im Gespräch mit Reportern an Bord des älteren Jets gab der Präsident zu, dass er weiterhin ein wichtiges Attentatsziel sei. Die Gefahr war spürbar. Tatsächlich wurde dem Pressekorps befohlen, die Fensterrollos vor dem Start zu schließen.

Trump deutete an, diese drastische Sicherheitsmaßnahme sei notwendig gewesen. Er sagte Reportern, sie flögen in einem „gefährlichen Flugzeug“, das direkten ausländischen Bedrohungen ausgesetzt sei. Er bemerkte auch, dass er derzeit „Nummer eins auf der Todesliste“ der iranischen Streitkräfte stehe.

Beide Präsidentenflugzeuge trafen sich schließlich im Vereinigten Königreich. Von diesem sicheren Ort aus bestieg Trump das neuere Flugzeug für seine letzte Heimreise.

Quellen: The New York Times, White House Communications