Dies gilt allein für die Tiefschlagkampagne, während die Mittelstreckenkampagne im selben Zeitraum mehr als 7.000 Ziele traf.
Die Ukraine hat ihre militärischen Langstreckenoperationen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres erheblich verstärkt, russische Öl- und Gasinfrastruktur ins Visier genommen und damit eine ausgewachsene Treibstoffkrise in Russland ausgelöst.
Doch wie umfassend sind die Schäden?
Einem offiziellen Bericht des ukrainischen Militärkommandos zufolge haben spezialisierte Langstreckenmissionen seit Jahresbeginn erfolgreich 697 Ziele tief auf russischem Territorium getroffen.
Diese Tiefschlagoperationen verursachten nicht nur Panik unter der lokalen Bevölkerung. Sie fügten dem Feind auch einen massiven wirtschaftlichen Schaden zu und verursachten nach Angaben des obersten Militärvertreters der Ukraine Verluste von mindestens 6,1 Milliarden US-Dollar.
Er erklärte, dass eine parallele Mittelstreckenkampagne ebenso unerbittlich gewesen sei und im selben Zeitraum mehr als 7.000 weitere feindliche Ziele getroffen habe.
Massive Feuerkraft
Das schiere Ausmaß der Kampagne ist beeindruckend. Laut dem offiziellen Militärbericht führten die Artillerieeinheiten der Ukraine in nur einem halben Jahr mehr als 456.000 Feueraufträge aus.
Derweil führten Raketeneinheiten und Piloten der Luftwaffe jeweils weit über 1.100 Angriffe durch. Spezielle Unterstützungseinheiten führten zudem weitere 1.400 unabhängige Angriffe durch, um den Druck aufrechtzuerhalten.
Diese Zahlen deuten auf eine hoch koordinierte Anstrengung hin, die Logistik weit hinter den aktiven Frontlinien zu stören. Es handelt sich um eine kalkulierte Strategie, die ausdrücklich darauf ausgelegt ist, die Ressourcen des Feindes zu erschöpfen.
Hohe tägliche Verluste
Die finanziellen Belastungen steigen parallel zu den hohen Verlusten auf dem Schlachtfeld. Allein am 10. Juli verloren die russischen Streitkräfte schätzungsweise 1.460 Soldaten, so die neuesten ukrainischen Militärdaten.
Dieser einzelne Tag erhöhte die geschätzten Gesamtverluste der russischen Truppen seit der Invasion im Jahr 2022 auf mehr als 1,4 Millionen Mann. Der Kreml verlor im selben 24-Stunden-Zeitraum außerdem zwei Flugabwehrsysteme und 52 Artilleriegeschütze.
Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs verlor der Kreml an einem einzigen Tag zudem militärische Ausrüstung im Wert von rund 278 Millionen US-Dollar.
Diese Tagesbilanz umfasste einen Panzer, sechs gepanzerte Fahrzeuge und schätzungsweise 1.868 Drohnen.