Präsident Donald Trump behauptete kürzlich, er habe stehende Befehle für das Militär hinterlassen, den Iran zu zerstören.
Wenn der Oberbefehlshaber einer tödlichen Bedrohung gegenübersteht, ist der natürliche Instinkt, absolute Stärke zu demonstrieren. Eine Weltuntergangsreaktion klingt nach reiner Hollywood-Fiktion. Doch das amerikanische Gesetz handhabt plötzliche Tragödien viel systematischer als einen einfachen automatisierten Schalter.
Eine tödliche Drohung
Präsident Donald Trump behauptete kürzlich, er habe stehende Befehle für das Militär hinterlassen, den Iran „in einem Ausmaß zu zerstören, das sie noch nie zuvor gesehen haben“, falls er ermordet werde.
Auf seiner Social-Media-Plattform erklärte er, dass 1.000 „Raketen scharf und geladen seien und auf die Islamische Republik Iran gerichtet seien, mit Tausenden weiteren, die sofort folgen würden, sollte die iranische Regierung ihre Drohung umsetzen.“
Die Gefahr erwähnte er auch während eines kürzlichen Gipfeltreffens in der Türkei. Trump sagte Reportern, „sie wollten den US-Führer ausschalten“, und fügte später auf der Air Force One hinzu, „er stehe auf ihrer Liste an erster Stelle.“
Wer die Schlüssel besitzt
Garrett Graff erforscht geheime Regierungsüberlebenspläne. Er sagte der Associated Press, die USA hätten „aus einer Vielzahl von Gründen niemals einen technischen ‚Totmannschalter‘ eingesetzt.“
Stattdessen sei das Gesetz bezüglich der Befehlskette äußerst klar. Stirbt ein amtierender Präsident, werde der Vizepräsident sofort zum Oberbefehlshaber.
Graff erklärte, die Macht gehe sofort auf JD Vance über, und merkte an, „es läge letztendlich an ihm oder ihr, zu entscheiden, ob fortgefahren werden solle.“
Er fügte hinzu, der Präsident könne „etwas zu Vance sagen wie: ‚Wenn ich getötet werde, Atomangriff auf Iran‘“, was „mehr Sinn ergäbe und absolut legal wäre.“
Blick nach Pjöngjang
Diese leere Drohung wirkt besonders seltsam im Vergleich zu tatsächlichen Militärpolitiken anderswo auf der Welt. The Telegraph berichtete, Pjöngjang habe seine Verfassung offiziell geändert, um einen automatischen, sofortigen Atomwaffenstart zu verfügen, falls Führer Kim Jong Un getötet werde.
Diese reale Politikänderung erfolgte, nachdem alliierte Operationen hochrangige Führer im Iran erfolgreich eliminiert hatten.
Jeder offizielle, vorab autorisierte Schalter sei unter den aktuellen amerikanischen Militärrichtlinien völlig fiktiv.
Reale und gegenwärtige Gefahr
Die Drohungen gegen die amerikanische Führung bleiben völlig echt.
Die ehemalige Pentagon-Sprecherin Sabrina Singh bestätigte die aktuelle Gefahr in einem kürzlichen Interview. Sie sagte der Associated Press, „dass der Iran hochrangige amerikanische Führer ins Visier nehmen wolle, sei etwas, das man wisse.“
Mit einer deutlichen Warnung an die Öffentlichkeit sagte Singh, „man müsse diese als glaubwürdige Bedrohungen ansehen.“
Die Spannungen mit Teheran kochen derzeit. Irans Oberster Führer, Mojtaba Khamenei, versprach kürzlich im Staatsfernsehen heftige Vergeltung und erklärte, „diese Rache sei der Wille unserer Nation und müsse sicherlich ausgeführt werden.“
Quellen: Associated Press, HuffPost, The Telegraph