Startseite Welt Trump protestiert gegen wichtiges Wohnungsbaugesetz, während Frist Mitternachts-Showdown auslöst

Trump protestiert gegen wichtiges Wohnungsbaugesetz, während Frist Mitternachts-Showdown auslöst

Donald Trump
IAB Studio / Shutterstock

Präsident Donald Trump weigert sich, die Dokumente zu unterzeichnen.

Die Wohnkosten erdrücken normale Familien.

Einen bezahlbaren Wohnraum zu finden, bleibt landesweit eine große Belastung.

Doch ein umfassender Gesetzesentwurf, der das Problem lösen sollte, stieß nun auf ein ungewöhnliches Hindernis.

Eine Mitternachtsfrist

Der Kongress hat soeben den „21st Century Road to Housing Act“ verabschiedet. Die Gesetzgeber lobten das massive Paket als die bedeutendste Wohnungsbaugesetzgebung seit Jahrzehnten.

Doch Präsident Donald Trump weigert sich, die Dokumente zu unterzeichnen. Er sagte eine Unterzeichnungszeremonie im Weißen Haus ab und bezeichnete den umfassenden Gesetzentwurf laut NPR als „große Gähnerei“.

Trump hält an einem völlig anderen Gesetzesentwurf fest. Er möchte, dass die Gesetzgeber den „SAVE America Act“ verabschieden, der von Wählern den Nachweis der Staatsbürgerschaft und einen Lichtbildausweis verlangt.

Dieses Wahlgesetz ist im Senat ins Stocken geraten. Trump drückte seine Frustration in einem Truth-Social-Beitrag am Freitagmorgen aus. „Ich werde das Wohnungsbaugesetz, das vom Kongress vollständig genehmigt und an das Weiße Haus geschickt wurde, aus PROTEST dagegen nicht unterzeichnen, dass der Senat der Vereinigten Staaten nicht in der Lage ist, DEN SAVE AMERICA ACT zu verabschieden“, schrieb er.

Die Wohnungsnot

Trotz seines Protests tritt das Wohnungsbaugesetz heute Nacht um Mitternacht automatisch in Kraft. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, legte den Gesetzentwurf vor 10 Tagen vor, womit die offizielle Frist begann.

Dieses neue Gesetz zielt darauf ab, den Hausbesitz wesentlich erschwinglicher zu machen. Es fördert Neubauten durch über 40 Bestimmungen, die alles von Mobilheimen bis hin zu Unternehmensvermietern betreffen.

Daten von Realtor.com zeigen, dass ein Haushalt mit einem Jahreseinkommen von 75.000 US-Dollar sich nur einen winzigen Bruchteil der verfügbaren Häuser leisten kann.

Der Medianpreis eines bestehenden Hauses erreichte im Juni 440.600 US-Dollar. Die Gesetzgeber hoffen, dass dieser historische Gesetzentwurf beweist, dass sie die Krise endlich ernst nehmen.

Änderung der Regeln

Eine wichtige Bestimmung begann tatsächlich als Trumps Idee. Das Gesetz verbietet großen Unternehmensvermietern den Kauf von Einfamilienhäusern, wenn sie bereits 350 Immobilien besitzen.

Diese Regel gibt normalen Familien eine faire Chance gegen Barangebote von Unternehmen. Forscher von Freddie Mac weisen jedoch darauf hin, dass Private-Equity-Firmen eine sehr geringe Rolle bei der Immobilienknappheit spielen.

Die Gesetzgebung reduziert auch den lokalen Bürokratieaufwand. Bauträger können bestimmte Umweltprüfungen überspringen, und Gemeinden erhalten Zuschüsse zur Erstellung vorab genehmigter Wohnungsentwürfe.

Ein langsamer Wiederaufbau

Die Preise werden nicht über Nacht sinken. Experten warnen, dass der Bau neuer Gemeinden Zeit braucht, sind sich aber einig, dass diese seltene Bundesaktion weiterhin notwendig ist.

„Wir müssen uns die Zeit nehmen zu feiern, dass wir parteiübergreifende Befürworter haben“, sagte Sarah Brundage von der National Association of Affordable Housing Lenders gegenüber NPR.

Quellen: NPR, Realtor.com, Freddie Mac, Truth Social