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China kontert nach Trumps brisanten Anschuldigungen der Wahlbeeinflussung

Donald Trump, Xi Jinping, USA, China
The White House, Public domain, via Wikimedia Commons

China bricht sein Schweigen nach Trumps dramatischen Behauptungen über die Wahl 2020

Neue Spannungen sind zwischen Washington und Peking entstanden, nachdem Donald Trump China beschuldigt hatte, amerikanische Wählerdaten kompromittiert und versucht zu haben, die US-Präsidentschaftswahl 2020 zu beeinflussen.

China hat nun eine entschiedene Antwort gegeben, in der es die Anschuldigungen kategorisch zurückweist und darauf besteht, niemals in amerikanische Wahlen eingegriffen zu haben.

Ein Sprecher der chinesischen Botschaft in Washington wies die Behauptungen in einer Erklärung gegenüber CNN zurück und bekräftigte Chinas langjährigen Standpunkt zu ausländischen Wahlen.

„China hat sich stets an das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder gehalten. US-Wahlen sind eine innere Angelegenheit der Vereinigten Staaten. Ihr Ausgang wird durch die Stimmen des amerikanischen Volkes bestimmt.“

Der Sprecher wies auch direkt Trumps Anschuldigung zurück, Peking habe versucht, den Wahlkampf 2020 zu beeinflussen.

„China hat sich niemals in die US-Präsidentschaftswahl eingemischt und wird dies auch niemals tun.“

Chinesische Offizielle haben in den letzten Jahren wiederholt ähnliche Anschuldigungen zurückgewiesen, die von den Vereinigten Staaten sowie den Regierungen Australiens, Kanadas und des Vereinigten Königreichs erhoben wurden.

Trump verspricht die Freigabe geheimer Unterlagen

Der Schlagabtausch folgt auf Trumps Ankündigung, dass er beabsichtigt, Dokumente freizugeben, die seiner Behauptung nach große Schwachstellen im amerikanischen Wahlsystem aufdecken.

Dem Präsidenten zufolge sollen die Unterlagen zeigen, dass Wählerinformationen von zig Millionen Amerikanern in 18 Bundesstaaten von China „gekauft, gestohlen oder gehackt“ wurden. Trump hat zudem behauptet, dass US-Geheimdienste die kompromittierten Wählerdaten während der Wahl 2020 nicht offengelegt hätten.

Zur geplanten Veröffentlichung sagte Trump, die Dokumente würden „schockierende Schwachstellen in unserer Wahlinfrastruktur“ aufdecken.

Fragen zu den Dokumenten

Trotz der Behauptungen des Präsidenten deuten Berichte darauf hin, dass viele der freigegebenen Dokumente entweder keinen Bezug zur US-Wahlinfrastruktur aufweisen oder die Schlussfolgerungen, die Trump öffentlich daraus gezogen hat, nicht stützen.

CNN hat auch das chinesische Außenministerium kontaktiert, um eine zusätzliche Stellungnahme zu den Anschuldigungen zu erhalten.

Trumps jüngste Behauptungen beleben eine Debatte neu, die seit der Wahl 2020 wiederholt aufgetaucht ist, während Peking weiterhin jede Beteiligung am amerikanischen Wahlprozess bestreitet.