Startseite Krieg Ukraine bombardierte Putins Luftwaffenstützpunkt – ignorierte aber die Flugzeuge völlig

Ukraine bombardierte Putins Luftwaffenstützpunkt – ignorierte aber die Flugzeuge völlig

russia war military air base plane soldier
X7@Archer83Able

Die genaue Waffe, die verwendet wurde, um so tief in den russischen Luftraum einzudringen, bleibt ein Geheimnis.

Die moderne Kriegsführung stützt sich stark auf Dinge, die man am Himmel oder auf dem Schlachtfeld nicht ohne Weiteres erkennen kann.

Verliert eine Armee ihre grundlegenden Versorgungslinien, werden selbst die fortschrittlichsten Maschinen völlig nutzlos.

Erwachen im Chaos

Eine bedeutende russische Militäranlage erwachte am frühen Morgen des 16. Juli im Chaos. Plötzlich zerrissen Explosionen die ruhige Morgenluft tief im Landesinneren.

Über Nacht hatten ukrainische Streitkräfte einen sehr ambitionierten Angriff in die Region Saratow gestartet. Laut WP zielten sie ihre Waffen direkt auf den stark bewachten Stützpunkt Engels-2.

Dieser weitläufige Flugplatz liegt etwa 700 Kilometer von der nächsten Grenze entfernt. Eine solche Distanz bedeutete früher Sicherheit, doch die Regeln des Konflikts haben sich eindeutig geändert.

Die Bomber ignoriert

Russland stationiert an diesem spezifischen Ort typischerweise eine massive Flotte strategischer Bomber. Doch die anfliegenden Angreifer ignorierten die wertvollen Flugzeuge völlig.

Open-Source-Intelligence-Analysten sichteten Aufnahmen aus sozialen Medien und identifizierten schnell das eigentliche Ziel. Statt auf Flugzeuge zielte der Angriff direkt auf die massiven Treibstoffdepots.

Ukrainische Medien waren unter den Ersten, die über den morgendlichen Angriff berichteten. Kurz darauf erläuterte die Website Military, warum dieser Luftwaffenstützpunkt für Moskau von Bedeutung ist.

Sie wiesen darauf hin, dass „Engels-2 ein russischer strategischer Luftwaffenstützpunkt in der Nähe der Stadt Engels in der Oblast Saratow ist, der bewaffnete Tu-95MS- und Tu-160-Bomber beherbergt, die die Ukraine regelmäßig mit Kh-101-Marschflugkörpern angreifen.“

Die Tanks leeren

Dieselbe Publikation lieferte zusätzliche Details über den täglichen Betrieb auf dem Flugplatz. Sie merkten an, dass „der Stützpunkt auch Treibstoff, Ausrüstung und Wartungseinrichtungen für Flugzeuge beherbergt.“

Laut WP investierte Moskau kürzlich stark in den Ausbau des Standorts. Sie berichteten, dass „die Russen im letzten Jahr mit der Erweiterung dieses Stützpunktes begannen, einschließlich des Baus zusätzlicher Stellplätze für weitere Flugzeuge.“

Das Treffen dieser wichtigen Treibstoffreserven passt perfekt zur aktuellen Schlachtfeldstrategie der Ukraine. Seit Wochen demontiert Kiew systematisch den breiteren russischen Ölsektor.

Die Zerstörung von Raffinerien bereitet sowohl dem Militär als auch den normalen Bürgern sofortige Schwierigkeiten. Derzeit sehen sich russische Autofahrer mit starken Preiserhöhungen und massiven Warteschlangen an den örtlichen Tankstellen konfrontiert.

Seltsame Objekte am Himmel

Die genaue Waffe, die verwendet wurde, um so tief in den russischen Luftraum einzudringen, bleibt ein Geheimnis.

Auf der Plattform X geteilte Bilder boten einen kleinen, aber faszinierenden Hinweis auf die Hardware. Die Website Military machte auf diese Bilder aufmerksam und merkte an, dass sie eine „mysteriöse Drohne zeigten, die der Shahed ähnelt.“

Die Ukraine findet eindeutig innovative neue Wege, um ihre Schlagreichweite zu erweitern. Indem sie dem Feind heute den Treibstoff entzieht, hofft sie, die Bomber morgen am Boden zu halten.

Quellen: WP Ukrainische Medien, X (@UKikaski)