Laut den Quellen würde die Position wahrscheinlich die Koordination der Entwicklung von Militärtechnologie und der Waffenproduktion umfassen.
Führung in Kriegszeiten ist ein heikler Balanceakt, bei dem politische Entscheidungen öffentliche Empörung auslösen können.
Wird eine populäre Persönlichkeit während eines Konflikts abgesetzt, schwappt die daraus resultierende Reibung oft direkt aus den Regierungsbüros auf die Straße.
Die Ukraine steht nun genau vor dieser Art von schwerwiegendem politischem Drama.
Option: „Miltech-Zar“
Kiew möchte den ehemaligen Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov zurück in die Regierung holen. Laut Dzerkalo Tyzhnia könnten Beamte ihn zu einem „Zar“ für Militärtechnologie ernennen.
Es ist eine immense Rolle. Die Publikation stellte fest, dass der Begriff einen hochrangigen Führer beschreibt, dem weitreichende Befugnisse zur Koordination eines spezifischen Politikbereichs übertragen werden.
Die Position wäre mit großen Verantwortlichkeiten verbunden. Dzerkalo Tyzhnia berichtete, dass „es in diesem Fall wahrscheinlich um die Koordination der Entwicklung von Militärtechnologie, Waffenproduktion, unbemannten Systemen und der Zusammenarbeit zwischen Regierung, Militär und Verteidigungsindustrie geht“, um die Kriegsanstrengungen zu unterstützen. Partner erwarten, dass Fedorov die Aufgabe annimmt.
Seine Rückkehr folgt auf intensive Spannungen an der Spitze. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass Fedorov direkt mit dem Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Oleksandr Syrskyi, aneinandergeraten sei. Es war eine unschöne Trennung. Vor seiner Absetzung sagte der innovative Minister, Syrskyi habe seine Pläne blockiert und Ultimaten gestellt.
Nun könnte Syrskyi der Nächste sein, der geht. Die Financial Times berichtete, dass Selenskyj erwäge, den Oberbefehlshaber zu entlassen, während die Krise wachse. Interviews werden am Wochenende erwartet. Der Präsident hat mit beiden Männern gesprochen, und Fedorov warnte, dass „Änderungen definitiv eintreten werden“.
Wut auf den Straßen
Das politische Drama hat massive öffentliche Wut ausgelöst. Drei Tage in Folge haben Menschenmassen die Straßen von Kiew, Lwiw und anderen Städten gefüllt. Sie wollen Fedorov zurück im Amt, und sie wollen Syrskyi abgesetzt sehen.
Die Proteste wachsen schnell. Riesige Menschenmassen versammelten sich auf dem Iwan-Franko-Platz in der Hauptstadt, um ihrer Wut Ausdruck zu verleihen.
Unterdessen ist der amtierende Verteidigungsminister Yevhenii Khmara unter einer neuen Regierung unter der Führung von Serhiy Koretskyi eingesprungen, doch die Öffentlichkeit bleibt unzufrieden.
Es sind auch Vorwürfe über erzwungene Solidaritätsbekundungen für den ukrainischen Oberbefehlshaber aufgetaucht. Laut The New Voice of Ukraine behauptete ein Freiwilliger, dass Brigadekommandeure angewiesen worden seien, Videos zur Unterstützung Syrskyis aufzunehmen.
Er erklärte auch, dass hochrangige Führungskräfte versucht hätten, Soldaten davon abzuhalten, die Proteste zu unterstützen.
Das Militär dementiert dies. Der Generalstab erklärte, er habe den Militärangehörigen nicht verboten, sich zu äußern. Dennoch bleibt die Spannung hoch.
Ein BBC-Bericht stellte fest, dass Berater Dmytro Lytvyn die Schritte „jemandes dumme Initiative, etwas zu sehr kontrollieren zu wollen“, nannte, was tiefe interne Risse offenlegt.