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Gesetzgeber schlagen Alarm wegen Trumps TikTok-Kehrtwende: „China kontrolliert immer noch den Algorithmus“

Donald Trump / TikTok
Dagens.se / Shutterstock

Das Justizministerium kam zu dem Schluss, dass das Unternehmen keine Bedrohung mehr darstellt.

Regierungsmitarbeiter unterliegen unzähligen Regeln darüber, was sie mit ihrer Dienstausrüstung tun dürfen und was nicht.

Sicherheitsprotokolle werden in der Regel mit der Zeit nur strenger.

Doch eine höchst umstrittene App feiert dank eines überraschenden neuen Memos eine unerwartete Rückkehr in Bundesämter.

Plötzliche Regeländerung

Bundesbedienstete können TikTok nun auf ihren Diensttelefonen installieren, so ein aktuelles Memo des Justizministeriums. Dieser Schritt markiert einen massiven Politikwechsel, der mit den Ansichten von Präsident Trump im Einklang steht.

Die neue Richtlinie stammt vom Büro für Rechtsberatung. Sie kippt im Wesentlichen ein strenges Gesetz, das der Kongress 2022 verabschiedet hatte, wie die Daily Mail berichtete.

Dieses ursprüngliche Gesetz versuchte, die beliebte App wegen nationaler Sicherheitsbedenken bezüglich seiner chinesischen Muttergesellschaft ByteDance zu blockieren.

TikTok kündigte im Januar eine Unternehmensumstrukturierung an, wobei 80 Prozent des Unternehmens unter amerikanische Investoren fielen.

Neue Sicherheitsüberprüfung

ByteDance kontrolliert immer noch 19,9 Prozent des neuen Gemeinschaftsunternehmens. Dennoch kam das Justizministerium zu dem Schluss, dass das Unternehmen keine Bedrohung mehr darstellt.

Der Gesetzesentwurf von 2022 verbot streng alle von ByteDance angebotenen Dienste, doch Regierungsanwälte fanden schließlich einen rechtlichen Weg, diese Formulierung zu umgehen.

Das Büro schrieb, dass „der Kongress nur die Version von TikTok verboten habe, die die gleichen problematischen Eigentumsmerkmale aufweise“ wie die ursprüngliche App.

Sie richteten ihr offizielles Memorandum direkt an den Berater des Präsidenten. „Wir verstehen, dass Sie seither angewiesen haben, dass Mitarbeiter von Behörden der Exekutive TikTok auf ihre Dienstgeräte herunterladen dürfen, vorbehaltlich des Ermessens der Behörde und im Einklang mit allen geltenden Arbeitsplatzrichtlinien“, erklärte das Büro.

Gegenwind und Klagen

Der Kongress versuchte 2024, härter durchzugreifen. Gesetzgeber verabschiedeten einen Gesetzesentwurf, der einen vollständigen Verkauf an einen amerikanischen Eigentümer forderte, was der Oberste Gerichtshof bestätigte.

Trump änderte die Spielregeln im Januar 2025. Nur einen Tag nach seinem Amtsantritt wies der Präsident das Justizministerium an, dieses Gesetz zu ignorieren.

Das neue Gemeinschaftsunternehmen hat heftige Wut ausgelöst. Der republikanische Kongressabgeordnete John Moolenaar, der den Sonderausschuss des Repräsentantenhauses für China leitet, veröffentlichte laut Daily Mail im Januar eine scharfe Erklärung.

„Der Kommunistischen Partei Chinas darf nicht erlaubt werden, eine App zu instrumentalisieren, um unser Land zu spalten und zu schwächen“, sagte Moolenaar.

Suche nach Antworten

Der Kongressabgeordnete hinterfragte das Abkommen.

„Stellt dieses Abkommen sicher, dass China keinen Einfluss auf den Algorithmus hat? Können die beteiligten Parteien den Amerikanern versichern, dass ihre Daten sicher sind?“, fragte er.

Konkurrenten wehren sich ebenfalls. Investoren von Meta und Alphabet reichten kürzlich eine Klage ein, in der sie behaupten, die neue Unternehmensstruktur schränke den ausländischen Einfluss nicht ausreichend ein, berichtete das Medium.

Quellen: Daily Mail