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Wachsende Besorgnis: Marokko sieht sich vor der WM-Ausrichtung schockierenden Vorwürfen gegenüber

Wachsende Besorgnis: Marokko sieht sich vor der WM-Ausrichtung schockierenden Vorwürfen gegenüber
Freer/Shutterstock

Augenzeugen schildern brutale Behandlung von Streunerhunden im künftigen WM-Gastgeberland.

Die Vorbereitungen für die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2030 laufen bereits, doch wachsende Vorwürfe aus Marokko drohen, Jahre vor dem Eröffnungsspiel einen dunklen Schatten auf das Turnier zu werfen.

Tierschutzgruppen behaupten, das Land habe die Tötung von Streunerhunden drastisch intensiviert, seitdem es das Recht erhalten habe, den Wettbewerb gemeinsam mit Spanien und Portugal auszurichten.

Nach Angaben der deutschen Nachrichtenagentur DPA sagen Tierschutzorganisationen und Anwohner, tote Hunde seien an Straßenrändern, in Büschen und auf Straßen in Städten wie Rabat, Fès und Marrakesch gefunden worden.

Zeugen hätten zudem berichtet, Streunerhunde seien eingesammelt und in Lieferwagen verladen worden, bevor man sie abtransportiert habe.

Ein Bewohner in Casablanca habe der DPA mitgeteilt, dass Gemeindemitarbeiter regelmäßig Hunde zu Müllverbrennungsanlagen transportierten, wo sie angeblich verbrannt würden. Andere Berichte schildern, dass Hunde auf Mülldeponien erschossen oder lebendig begraben würden.

Tierschutzgruppen schlagen Alarm

Die International Animal Welfare Protection Coalition (IAWPC) erklärt, die Zahl der getöteten Streunerhunde habe zugenommen, seit Marokko sich 2024 die Austragungsrechte für die Weltmeisterschaft 2030 gesichert habe.

PETA geht noch weiter und bezeichnet die gemeldete Kampagne als „Massaker“.

Tierschutzorganisationen argumentieren, die angebliche Tötungsaktion sei mit Bemühungen verbunden, marokkanische Städte im Vorfeld des globalen Fußballturniers in einem besseren Licht darzustellen.

Regierung weist Vorwürfe zurück

Marokkos Innenministerium bestreitet, dass es eine Verbindung zwischen dem Umgang des Landes mit Streunerhunden und den Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft gibt.

Offizielle weisen zudem Behauptungen zurück, dass systematische Tötungen stattfinden.

Stattdessen verweist das Ministerium auf ein 2019 eingeführtes landesweites Sterilisations- und Impfprogramm und erklärt, dies bleibe der offizielle Ansatz des Landes zur Regulierung der Streunerhundpopulation.

Trotz dieser Dementis schüren die Vorwürfe von Interessengruppen und Augenzeugen weiterhin die Kritik, während sich die internationale Aufmerksamkeit zunehmend auf Marokkos Vorbereitungen zur Ausrichtung eines der größten Fußballereignisse richtet.