Disney versetzt Sammler in Sorge, nachdem es ein wichtiges Heimkino-Team aufgelöst hat.
Disneys jüngste Kostensenkungsrunde hat bei Filmsammlern neue Besorgnis ausgelöst, wobei eine Entscheidung als potenzieller Wendepunkt für die Zukunft physischer Medien hervorsticht.
Mehr als 1.000 Arbeitsplätze wurden bei dem Unterhaltungsgiganten abgebaut, während Josh D’Amaro die Leitung des Unternehmens als neuer Chief Executive übernimmt. Obwohl die Entlassungen mehrere Abteilungen, darunter Öffentlichkeitsarbeit und Verlagswesen, betreffen, ist eine Sparte vollständig verschwunden – das Team, das für Disneys physische Heimkino-Veröffentlichungen zuständig war.
Physisches Medienteam verschwindet
Laut Screen Rant hat Disney die Abteilung aufgelöst, die die Planung und den Vertrieb von DVDs, Blu-rays und anderen physischen Veröffentlichungen überwachte.
Josh D’Amaro verteidigte die Umstrukturierung in einer Nachricht an die Mitarbeiter.
„Dies erfordert von uns, kontinuierlich zu evaluieren, wie wir eine agilere und technologisch besser ausgestattete Belegschaft aufbauen, um den Anforderungen von morgen gerecht zu werden.“
Obwohl die Erklärung auf Effizienz abzielt, haben viele Sammler den Schritt als einen weiteren großen Schritt in Richtung einer Zukunft interpretiert, die von Streaming-Diensten und künstlicher Intelligenz dominiert wird.
Sammler befürchten weniger Blu-ray-Veröffentlichungen
Ein Großteil der Online-Frustration konzentriert sich auf die Befürchtung, dass Disneys Filme zunehmend an Disney+ gebunden sein könnten, wodurch das Publikum weniger Möglichkeiten hätte, den Katalog des Unternehmens dauerhaft zu besitzen.
Sammler argumentieren, dass physische Editionen etwas bieten, was Streaming-Plattformen nicht können: dauerhaften Besitz, der nicht von Abonnements oder sich ändernden Lizenzvereinbarungen abhängig ist.
Soziale Medien füllten sich schnell mit Kritik von Fans, die befürchten, dass Disney ein Format aufgibt, das viele immer noch schätzen.
Sony übernimmt weiterhin die Produktion
Disneys Beziehung zu physischen Medien hat sich in den letzten Jahren bereits erheblich verändert.
Bereits im Jahr 2024 übernahm Sony Pictures Entertainment im Rahmen einer Lizenzvereinbarung die Verantwortung für die Herstellung und den Vertrieb von Disneys physischen Veröffentlichungen in den Vereinigten Staaten und Kanada.
Diese Partnerschaft ersetzte jedoch nicht die Disney-Mitarbeiter, die dafür zuständig waren zu entscheiden, welche Filme tatsächlich Blu-ray- und DVD-Veröffentlichungen erhalten würden.
Da dieses interne Team nun nicht mehr existiert, ist Ungewissheit darüber entstanden, wer diese Entscheidungen in Zukunft treffen wird.
Branchenbeobachter befürchten, dass Disneys riesige Filmbibliothek weniger physische Editionen erhalten könnte, da das Unternehmen seine Aufmerksamkeit weiterhin auf den digitalen Vertrieb verlagert, während Sammler sich fragen, wie viele zukünftige Veröffentlichungen es überhaupt noch in die Ladenregale schaffen werden.
