Startseite Gesundheit Was ein neunstündiges Essensfenster für die kognitive Gesundheit bedeuten könnte

Was ein neunstündiges Essensfenster für die kognitive Gesundheit bedeuten könnte

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Tatjana Baibakova / Shutterstock.com

Der Zeitpunkt von Mahlzeiten wird als möglicher Einflussfaktor auf die geistige Leistungsfähigkeit im späteren Leben untersucht. Die bisherigen Erkenntnisse sind vorläufig und beruhen auf einer kleinen Gruppe von Teilnehmerinnen.

Frauen, die zwei unterschiedlichen täglichen Essensplänen zugeteilt wurden, verloren während einer sechsmonatigen Studie nahezu gleich viel Gewicht. Beide Gruppen nahmen im Durchschnitt etwa 7 Kilogramm ab.

Trotz der ähnlichen Ergebnisse beim Gewichtsverlust erzielten die Teilnehmerinnen, die innerhalb eines kürzeren täglichen Zeitfensters aßen, bessere Ergebnisse in ausgewählten Tests zur räumlichen Planung und Problemlösung.

Professorin Wendy Hall vom King’s College London, die nicht an der Studie beteiligt war, mahnte laut The Guardian zur Vorsicht bei der Interpretation der Ergebnisse.

Sie erklärte, dass die vollständige, von Fachleuten begutachtete Veröffentlichung erforderlich sei, um festzustellen, ob die berichteten Unterschiede zuverlässig und klinisch relevant seien und wahrscheinlich praktische Auswirkungen auf die kognitive Leistungsfähigkeit im Alltag hätten.

Ergebnisse variierten je nach Test

Die britische Zeitung berichtet, dass die von der Rutgers University geleitete Studie 47 Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren umfasste, die mit Übergewicht oder Adipositas lebten.

Alle Teilnehmerinnen wurden aufgefordert, ihre tägliche Energieaufnahme um 500 Kalorien zu reduzieren. Sechsundzwanzig Frauen wurde empfohlen, innerhalb eines Zeitraums von neun Stunden zu essen, üblicherweise zwischen 10.00 und 18.00 Uhr, während die übrigen ihre Mahlzeiten über einen Zeitraum von etwa zwölf Stunden verteilten.

Beide Gruppen verloren durchschnittlich etwa 7 Kilogramm. Die Frauen mit dem kürzeren Essensfenster erzielten jedoch höhere Werte in Tests zur räumlichen Planung und Problemlösung.

Außerdem schienen sie bei einigen Gedächtnis- und Lernaufgaben weniger Fehler zu machen. Bei mehreren Tests zur Reaktionszeit und zum Multitasking zeigte sich hingegen kein eindeutiger Vorteil.

Kleine Studien erfordern Vorsicht

Shapses sagte gegenüber The Guardian, die Auswirkungen seien „moderat“, könnten jedoch auf „zusätzliche Vorteile“ über den Gewichtsverlust hinaus hindeuten. Die Ergebnisse wurden bei Nutrition 2026 in Maryland vorgestellt.

Konferenzstudien mit kleinen Stichproben können Ergebnisse hervorbringen, die sich verändern, wenn sie in größeren und vielfältigeren Bevölkerungsgruppen überprüft werden. An dieser Studie nahmen ausschließlich Frauen teil, und der beobachtete Vorteil beschränkte sich auf bestimmte Messgrößen, statt die kognitive Leistungsfähigkeit insgesamt zu betreffen.

Das Forschungsteam untersucht, ob die innere Uhr des Körpers, Stoffwechselveränderungen und entzündliche Prozesse dazu beitragen könnten, das beobachtete Muster zu erklären.

Hall sagte, dass der Verzicht auf große Mahlzeiten am späten Abend die Blutzuckerregulation, die Gefäßfunktion und Entzündungsprozesse beeinflussen könnte. Ihre Aussagen bezogen sich allgemeiner auf Erwachsene mittleren und höheren Alters, während die Studie selbst ausschließlich Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren mit Übergewicht oder Adipositas umfasste.

Quellen: The Guardian, ScienceDirect, Nutrition 2026