Elektroautos gelten oft als Schutz vor steigenden Kraftstoffpreisen.
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Elektroautos gelten oft als Schutz vor steigenden Kraftstoffpreisen. Doch globale Energieschocks können auch Fahrer betreffen, die bereits von Benzin auf Strom umgestiegen sind.
Während die Ölpreise aufgrund der Spannungen im Nahen Osten steigen, sagen Experten, dass Besitzer von Elektroautos bald höhere Ladekosten erleben könnten. Dennoch dürften Elektrofahrzeuge weiterhin günstiger im Betrieb bleiben als Benzin- oder Dieselfahrzeuge.
Veränderungen auf den Energiemärkten
Laut The i Paper haben Störungen im Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus die Ölpreise auf etwa 100 Dollar pro Barrel steigen lassen.
Der Anstieg hat bereits die Preise für Benzin und Diesel erhöht, und die Kraftstoffpreise in Großbritannien sind in den letzten Wochen gestiegen.
Obwohl Fahrer von Elektroautos kein Benzin an der Tankstelle kaufen, könnte dieselbe Krise auch die Strompreise erhöhen, da die globalen Energiemärkte reagieren.
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Steigende Ladekosten
Analysten glauben, dass die britische Energiepreisobergrenze, die Haushaltsstromrechnungen begrenzt, im Juli um etwa 10 Prozent steigen könnte.
Das würde die jährliche Energierechnung eines durchschnittlichen Haushalts um etwa 160 Pfund erhöhen.
Frankie Mayo, leitender Analyst für Großbritannien beim Energiethinktank Ember, sagte gegenüber The i Paper: “Britain remains too reliant on gas for both power and heating, and consumers are already facing price rises in both power and vehicle fuel prices.”
Öffentliche Ladestationen betroffen
Höhere Strompreise könnten auch Schnellladestationen an Autobahnen und öffentlichen Orten betreffen.
Eine typische Schnellladung von etwa 10 Prozent auf 80 Prozent kostet derzeit rund 40 Pfund. Betreiber könnten steigende Stromkosten an die Fahrer weitergeben.
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Viele Ladeanbieter arbeiten jedoch mit festen Energieverträgen, die bis zu ein Jahr laufen, sodass Preiserhöhungen möglicherweise schrittweise auftreten.
Vorteil von Elektroautos bleibt
Trotz steigender Strompreise gehen Experten davon aus, dass Elektroautos insgesamt günstiger im Betrieb bleiben.
Die Benzinpreise in Großbritannien sind bereits um etwa 5 Pence pro Liter gestiegen, während die Dieselpreise laut RAC noch schneller gestiegen sind.
Die Energy and Climate Intelligence Unit schätzt, dass Fahrer von Elektroautos derzeit mehr als 870 Pfund pro Jahr im Vergleich zu Benzinautofahrern sparen. Wenn die Ölpreise weiter steigen, könnten diese Einsparungen über 1.000 Pfund pro Jahr betragen.
Quellen: The i Paper