EU erwägt Ende der lebenslangen Führerscheine

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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EU schlägt neue Strategie für Führerscheine vor.

Die Europäische Union erwägt eine bedeutende Änderung in der Führerscheinregelung, die das Ende der lebenslangen Fahrerlaubnis bedeuten könnte. 

Laut RTE.ie debattieren Mitglieder des Europäischen Parlaments (MEPs) über einen Vorschlag, der Autofahrer dazu verpflichten würde, medizinische Untersuchungen zu bestehen, wenn sie ihre Führerscheine behalten möchten. 

Diese Initiative hat in Frankreich, der zweitgrößten Wirtschaft der EU, für Empörung gesorgt, obwohl sie bereits in mehr als der Hälfte aller EU-Staaten praktiziert wird.

Jährlich sterben mehr als 20.000 Menschen auf den Straßen der EU, während rund 160.000 schwer verletzt werden. Einige MEPs glauben, dass eine Änderung der Regeln dazu beitragen könnte, diese Zahlen zu senken und die Straßen sicherer zu machen. 

Der Vorschlag sieht vor, dass Fahrer von Motorrädern, Autos und Traktoren alle 15 Jahre und Bus- sowie Lkw-Fahrer alle fünf Jahre eine medizinische Untersuchung durchführen lassen müssen.

Diese Maßnahme zielt darauf ab, alle Fahrer ab dem Zeitpunkt ihrer Lizenzerteilung zu erfassen, nicht nur die ältesten. 

Pauline Deroulede, eine Tennisspielerin, die Frankreich bei den diesjährigen Paralympischen Spielen vertreten wird, unterstützt eine solche Änderung vehement. 

Sie verlor ihr linkes Bein in einem Unfall, der von einem über 90-jährigen Fahrer verursacht wurde, der das Gaspedal mit der Bremse verwechselte. 

Der Vorschlag ist Teil der europäischen Straßenverkehrssicherheitsstrategie, die darauf abzielt, die Zahl der Todesfälle und Verletzungen auf Europas Straßen bis 2030 um 50% zu reduzieren, mit dem letztendlichen Ziel, bis 2050 null Verkehrstote zu erreichen.