Bahn-Chaos im Anmarsch: GDL kündigt unbefristete Streiks an

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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GDL plant unbefristete Streiks.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat sich für unbefristete Streiks bei der Deutschen Bahn ausgesprochen. In einer Urabstimmung stimmten rund 97 Prozent der Mitglieder für Arbeitskämpfe, wie Tagesschau berichtet. 

Diese Entscheidung ermöglicht Streiks ab dem 8. Januar 2024, nachdem die GDL bereits im Vorfeld Streiks bis dahin ausgeschlossen hatte.

GDL-Chef Claus Weselsky betonte, dass die Mitglieder entschlossen seien, sich mit ihren Arbeitgebern auseinanderzusetzen, insbesondere in Bezug auf die Verhandlung von Arbeitszeitabsenkungen. 

Die Beteiligung an der Urabstimmung lag über die beteiligten Unternehmen hinweg bei mehr als 70 Prozent. Während des "Weihnachtsfriedens" sind keine Streiks zu erwarten, sodass Fahrgäste Weihnachten ungestört reisen können. 

Im neuen Jahr sollen die Streiks jedoch kurz nach Silvester beginnen, wobei der 8. Januar als möglicher Starttermin genannt wird.

Die GDL verhandelt mit der Bahn und anderen Verkehrsunternehmen separat über neue Tarifverträge. 

Zentraler Punkt ist die Forderung nach einer Arbeitszeitverringerung für Schichtarbeiter von 38 auf 35 Stunden in der Woche bei vollem Lohn. 

Bahn-Personalvorstand Martin Seiler hält die Forderung für unerfüllbar und sieht angesichts des Fachkräftemangels keinen Spielraum. 

Die Gewerkschaft fordert zudem 555 Euro mehr im Monat sowie eine Inflationsausgleichsprämie bei einer Laufzeit von einem Jahr.