Bayern gegen Gendern: Söders neues Verbot sorgt für Aufsehen

Geschrieben von Olivia Rosenberg

27 Wochen vor

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06/12/2023
Deutschland
Foto: Shutterstock
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Söder verbietet Gendern in Schulen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat ein Verbot des Genderns in Schulen und Behörden des Bundeslandes angekündigt. 

Diese Entscheidung folgt auf ähnliche Maßnahmen in anderen Bundesländern und markiert einen signifikanten Schritt in der Debatte um geschlechtergerechte Sprache in Deutschland. 

Laut Welt hat Söder in seiner ersten Regierungserklärung in der neuen Legislaturperiode im Landtag erklärt, dass es in Bayern kein verpflichtendes Gendern geben wird und dass das Gendern in Schule und Verwaltung sogar untersagt wird.

Söder kritisierte die Ampel-Koalition im Bund für ihre Prioritätensetzung, insbesondere in Bezug auf Themen wie Cannabis-Legalisierung, Gendern und Selbstbestimmungsrecht. 

Er hinterfragte, ob dies die dringendsten Probleme in Deutschland seien. Bayern ist nicht das erste Bundesland mit einem Genderverbot an Schulen. 

Sachsen und Sachsen-Anhalt haben bereits ähnliche Vorgaben umgesetzt, die die Nutzung von Gender-Sternchen und ähnlichen Schreibweisen an Schulen untersagen.

Das sächsische Kultusministerium beruft sich dabei auf das Regelwerk des Rates der deutschen Rechtschreibung, wonach für offizielle Schreiben, Briefe an Eltern und Unterrichtsmaterialien das amtliche Regelwerk gilt und Sonderzeichen für eine geschlechtsneutrale Sprache tabu sind. 

Das Verbot in Bayern bezieht sich auf Grammatik-Sonderzeichen im Wortinneren, die die bewusste Ansprache aller Geschlechter zum Ziel haben, wie beispielsweise „Lehrer:innen“ und „Schüler_innen“.